Insgesamt wurden 935 Sicherheitslücken registriert. Besonders alarmierend: Die Zahl kritischer Schwachstellen stieg auf 119 und lag damit nahezu fünfmal höher als Ende 2025.
Zu den häufigsten Problemen zählen unzureichend geschützte Zugriffe auf kritische Systemobjekte, Fehler bei der Authentifizierung und Autorisierung sowie verschiedene Injection-Schwachstellen. Die schnelle Einführung von KI-Technologien stellt Unternehmen damit vor neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit.
Alexander Kolesnikov, Malware-Experte bei Kaspersky, betont, dass klassisches Patch-Management allein nicht mehr ausreiche. Unternehmen benötigten zusätzlich einen kontinuierlichen Überblick über ihre Infrastruktur und bestehende Zugriffsrechte, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig reagieren zu können.
Kaspersky empfiehlt daher klare Regeln für die Nutzung externer Dienste und Ressourcen sowie eindeutig definierte Zugriffsrechte auf E-Mails, freigegebene Ordner und Online-Dokumente. Ebenso wichtig sind regelmäßige Datensicherungen, um Unternehmensinformationen im Ernstfall wiederherstellen zu können.
Bei der Auswahl geeigneter Sicherheitslösungen sollten Unternehmen zudem ihre Größe, ihr Budget und branchenspezifische Anforderungen berücksichtigen. Entscheidend sind dabei eine einfache Integration und ausreichende Skalierbarkeit. Für Organisationen ohne eigene Sicherheitsabteilung kann außerdem ein Managed Detection and Response Service sinnvoll sein, der die IT-Infrastruktur rund um die Uhr überwacht und bei Sicherheitsvorfällen unterstützt.
Links: Analyzing the vulnerability landscape in Q2 2026 | Securelist

