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Ceva-Datenleck weitet sich aus - Pokemon-Center-Kunden ebenfalls betroffen

Ceva-Datenleck weitet sich aus - Pokemon-Center-Kunden ebenfalls betroffen
Das Datenleck beim französischen Logistikdienstleister CEVA Logistics zieht weitere Kreise. Nachdem bereits Steam-Hardware-Kunden in Europa vor dem Cyberangriff gewarnt wurden, bestätigte nun auch das Pokémon Center, dass Kunden in Großbritannien und Deutschland betroffen sind.

CEVA übernimmt als externer Logistikpartner den Versand der Bestellungen von PokemonCenter.com. Die Angreifer könnten dabei auf persönliche Daten wie Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen sowie Informationen zu Bestellungen zugegriffen haben. Zudem musste das Pokémon Center eine unbekannte Zahl bereits ausstehender Bestellungen stornieren. Davon waren unter anderem Produkte aus der geplanten Kollektion zum 30-jährigen Pokémon-Jubiläum betroffen.

Laut Karolis Arbačiauskas, Head of Product bei NordPass und Nord Security, sind zwar keine Passwörter oder Zahlungsinformationen betroffen, da CEVA diese Daten nicht gespeichert hatte. Die erbeuteten persönlichen Angaben bieten Kriminellen jedoch ausreichend Ansatzpunkte für gezielte Betrugsversuche.

Betroffene sollten deshalb besonders vorsichtig bei E-Mails, SMS oder Anrufen sein, die angeblich vom Pokémon Center, CEVA oder einem Paketdienst stammen. Denkbar sind beispielsweise gefälschte Rückerstattungen, angebliche Nachlieferungsgebühren oder Nachrichten über stornierte beziehungsweise verspätete Bestellungen. Da tatsächlich Bestellungen betroffen sind, können solche Nachrichten besonders glaubwürdig wirken.

Darüber hinaus könnten Betrüger versuchen, über Phishing an Zugangsdaten für das Pokémon-Center-Konto zu gelangen. Dadurch könnten sie möglicherweise weitere persönliche oder hinterlegte Zahlungsinformationen erreichen.

Kunden sollten daher unerwartete Nachrichten zu Bestellungen grundsätzlich kritisch prüfen und Informationen ausschließlich über die offizielle Pokémon-Center-Website kontrollieren. Links aus unbekannten E-Mails oder SMS sollten nicht geöffnet werden. Unternehmen fordern außerdem niemals per Nachricht dazu auf, Passwörter oder Zahlungsdaten zur angeblichen Bestätigung einer Lieferung preiszugeben. Besonders bei Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen, ist erhöhte Vorsicht angebracht.

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