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Sicherheitsrisiken bei KI-Rechenzentren

Sicherheitsrisiken bei KI-Rechenzentren

Eine aktuelle Studie von TrendAI zeigt erhebliche Sicherheitslücken bei der physischen Infrastruktur von Rechenzentren. Während Server und Netzwerke meist durch Firewalls und Zero-Trust-Konzepte geschützt sind, bleiben Gebäudetechnik und industrielle Steuerungssysteme häufig unzureichend abgesichert. Diese Systeme kontrollieren unter anderem Kühlung, Stromversorgung, Klima und Zugangssysteme.

Die Forscher untersuchten mithilfe der Suchmaschine Shodan mehr als 1.000 US-Rechenzentren und fanden 6.300 Steuerungs- und Gebäudeleitsysteme, die öffentlich über das Internet erreichbar waren. Besonders auffällig: Bei Rechenzentren, die seit 2021 im Zuge des KI-Booms errichtet wurden, lag die Expositionsrate bei 13,1 Prozent. Bei Anlagen aus der Zeit vor 2010 waren es lediglich 4,9 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass das schnelle Wachstum der KI-Infrastruktur möglicherweise zulasten der Sicherheit geht.

Auf den identifizierten Systemen wurden zudem 53 bekannte Schwachstellen festgestellt, teilweise mit der höchsten möglichen Kritikalitätsbewertung. Besonders riskant sind 143 Systeme, die als Multi-Protokoll-Gateways dienen und dadurch den Zugriff auf mehrere Gebäudesysteme ermöglichen.

Ein erfolgreicher Angriff könnte erhebliche Folgen haben. Angreifer könnten beispielsweise Kühlsysteme abschalten und dadurch Server überhitzen lassen. Ebenso könnten Temperatur- und Feuchtigkeitswerte manipuliert, Fehlalarme ausgelöst oder Zugangsdaten verändert werden. Dadurch könnten nicht nur technische Schäden entstehen, sondern auch der Betrieb eines gesamten Rechenzentrums beeinträchtigt werden.

Obwohl sich die Untersuchung auf die USA konzentrierte, sind die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa relevant. Insbesondere der Standort Frankfurt am Main wächst als bedeutender Rechenzentrumsstandort stark. Die Studie legt nahe, dass das hohe Bautempo neuer KI-Rechenzentren mit einem erhöhten Risiko für unzureichend abgesicherte Systeme einhergehen kann.

TrendAI betont daher, dass Betreiber und Unternehmen bei Investitionen in KI-Infrastruktur nicht nur die Absicherung der IT-Systeme betrachten sollten. Auch die physische Infrastruktur eines Rechenzentrums muss in die Sicherheitsstrategie einbezogen und regelmäßig auf öffentlich erreichbare oder veraltete Steuerungssysteme überprüft werden.

https://www.trendaisecurity.com/de/resources-insights/deep-research/an-invisible-attack-surface-thousands-of-industrial-control-systems-exposed-near-data-centers

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