Schwere Sicherheitslücken in WesternDigitals "My Cloud"-Serie
Mehrere Netzwerkspeicher (NAS) aus WesternDigitals "My Cloud"-Serie weisen schwere Sicherheitslücken sowie eine hardgecodete Backdoor auf, warnte heise.de unter Berufung auf Erkenntnisse der Sicherheitsforscher der Firma GulfTech.
Laut deren Aussagen ist es möglich, dass entfernte Angreifer den Zugriff mit Root-Rechten übers Internet erlangen können. Hierfür benötigen die Angreifer lediglich die in der Firmware festgeschriebenen (und nicht änderbaren) Admin-Zugangsdaten, die in GulfTechs Sicherheitshinweis erwähnt werden.
Sicherheitslücke offen
Wie verlautet erbat sich Western Digital bereits im Juni 2017 90 Tage Zeit, um die Sicherheitslücken zu schließen nachdem GulfTech darauf hingewiesen hatte. Die Backdoor steht somit noch immer offen – wie auch die übrigen Lücken, die unter anderem für Denial-of-Service-Angriffe, das Laden beliebigen (Schad-)Codes auf das NAS missbraucht werden können.
Betroffene Geräte vom Netz nehmen
Laut GulfTech sind folgende MyCloud-Firmware-Versionen angreifbar:
2.30.165 und MyCloudMirror bis 2.30.165 inklusive
Zu den betroffenen Geräten zählen:
- My Cloud Gen 2
- My Cloud PR2100
- My Cloud PR4100
- My Cloud EX2 Ultra
- My Cloud EX2
- My Cloud EX4
- My Cloud EX2100
- My Cloud EX4100
- My Cloud DL2100
- My Cloud DL4100.
Nicht betroffen sind laut GulfTech Geräte der MyCloud 04.Xer-Serie
Wie heise.de dazu anmerkt ist es nicht das erste Mal, das Western Digital nicht (oder nicht zeitnah) auf Sicherheitslücken in eigenen Produkten reagiert: Der Hersteller erhielt dafür bereits 2016 einen Negativ-Preis bei den Pwnie Awards.
Weiterführende Links:
gulftech.org: WDMyCloud Multiple Vulnerabilities
heise.de: My Cloud: Netzwerkspeicher von Western Digital via Backdoor angreifbar

