Hybride Modelle als Vertrauensanker: Rund zwei Drittel der Unternehmen nutzen bereits KI-gestützte Sicherheitslösungen. Dabei zeigt sich ein interessantes Stimmungsbild: Vollautomatische Systeme stoßen auf Skepsis. Das höchste Vertrauen genießen hybride Ansätze wie Managed Extended Detection and Response (MXDR). Hierbei fühlen sich 45 % der Befragten am sichersten, wenn KI-Analysen durch das Fachwissen menschlicher Experten ergänzt werden.
Effizienz durch Arbeitsteilung: Die Studie arbeitet die spezifischen Stärken beider Seiten heraus:
- Die KI übernimmt die „Massenauswertung“: Sie scannt gigantische Datenmengen in Echtzeit, identifiziert bekannte Muster und filtert potenzielle Malware vorab aus. Dies entlastet Sicherheitsteams massiv von Routineaufgaben.
- Der Mensch bringt Kontext und Intuition: Da Cyberangriffe zunehmend unkonventionell ablaufen, sind menschliche Analysten für die finale Bewertung und strategische Entscheidungen unerlässlich. Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein lassen sich laut den Experten von G DATA nicht durch Algorithmen ersetzen.
Marktentwicklung und Prognose: Die Akzeptanz von KI als reiner Effizienztreiber wächst stetig; jedes vierte Unternehmen plant derzeit die Einführung entsprechender Tools. Lediglich eine verschwindend geringe Minderheit von 7 % lehnt den Einsatz von KI in der Cybersicherheit kategorisch ab.
Hintergrund der Erhebung: Die Ergebnisse stammen aus der fünften Ausgabe des Magazins „Cybersicherheit in Zahlen“. Mit über 5.000 befragten Arbeitnehmern und der Auswertung von mehr als 300 Statistiken liefert die Studie eine besonders valide Datenbasis für die aktuelle Bedrohungslage und die Verteidigungsstrategien in Deutschland.
Fazit: Echter Schutz vor digitalen Bedrohungen entsteht 2026 nicht durch Technik allein, sondern durch die intelligente Verknüpfung von automatisierter Datenverarbeitung und menschlicher Urteilskraft.

