Wer eine Webadresse von Hand in die Adresszeile seines Browsers tippt, ist gegen Tippfehler nicht gefeit. Immer häufiger nutzen Phisher Tippfehler-Domains, um an vertrauliche Daten argloser Surfer zu gelangen.
Solche Betrüger registrieren Domains mit ähnlicher Schreibweise wie die Originalseiten, und bilden auch deren Inhalt nahezu originalgetreu nach. Insbesondere Online-Banking-Angebote sind davon betroffen, wie das Beispiel der Österreichischen BAWAG zeigt. Unbekannte Hacker versuchten, über die Tippfehler-Domain www.bowag.com an die Daten der Banknutzer zu gelangen.
Die meisten Tippfehler beziehen sich laut Microsoft auf vergessene Punkte (microsoftcom), Buchstabenanordnungen (mircosoft), nicht dem Unternehmen zugeordnete Domain-Endungen sowie ausgetauschte Buchstaben (microzoft).
Um nicht auf solche gefälschten Seiten hereinzufallen, hat Microsoft den URLTracer (http://research.microsoft.com/URLTracer) entwickelt, der sich derzeit allerdings noch im Betastadium befindet. Die Software greift auf eine Datenbank zu, in der Domains verzeichnet sind, die sich in unlauterer Absicht an Tippfehlern bedienen.