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Avast und Malwarebytes: Problematische Doppelnutzung

Avast und Malwarebytes:  Problematische Doppelnutzung
Die problematische Doppelnutzung von Avast und Malwarebytes soll mit einem automatischen Update behoben werden.

Bei der Nutzung des kostenlosen Virenschutzes von Avast sind kürzlich Schwierigkeiten aufgetreten. Das heißt, dass es nicht möglich war Webseiten zu besuchen. Insbesondere bei Usern die neben Avast auch die Sicherheitslösung von Malwarebytes installiert hatten traten die Probleme auf.

Auslöser Avast-Update

Ende August haben Avast-Nutzer ein Update auf Version 18.6.2349 erhalten, nach dessen Installation es plötzlich nicht mehr möglich war, Webseiten zu öffnen und zu besuchen. Wie winfuture.de unter Berufung auf Bleeping Computer berichtete, machten erste Analysen deutlich, dass es insbesondere der Internet Zugang über den Browser war, der die Probleme auslöste.

Dazu heißt es weiter, dass sich das Problem über das Deaktivieren der Avast WebShield-Komponente beheben lässt. Eine Komponente, die Nutzer eigentlich vor Webseiten mit Malware oder schädlichen Scripts schützen soll. Laut einem Avast-Mitarbeiter namens Filip Braun könnte das mit einem schiefgelaufenen Update zu tun haben, bei dem alte Treiber auf dem Rechner zurückgeblieben sind. Als eine mögliche Lösung wird eine saubere Neuinstallation von Avast vorgeschlagen.

Problematischer Parallelbetrieb

Es ist der Parallelbetrieb von Malwarebytes und Avast, der zwar grundsätzlich möglich ist, der weitere Probleme verursacht. Denn nach demselben Avast-Update kommt es zu Problemen bei Malwarebytes, darunter zu Abstürzen beim Öffnen des Dashboards des Programms sowie Fehlern beim Betrieb des Echtzeitschutzes.

Auch hier führt ein Lösungsansatz über das Deaktivieren des Schutzes vor bösartigen Webseiten ("Web Protection"), dieses Feature dürfte sich mit der "Real Site Protection" von Avast nicht vertragen. Das Problem hängt wohl mit der Filterung des UDP-Datenverkehr (User Datagram Protocol) zusammen, denn beide Programme greifen hier auf die Windows Filtering Platform (WFP) zurück.

Avast Statement

Ondrej Vlcek, EVP and CTO bei Avast, erklärte dazu:

"Sowohl Malwarebytes als auch Avast prüfen User Datagram Protocol (UDP)-Pakete auf Sicherheitsrisiken. Dies führte bei Anwendern, die bezahlte Versionen von Malwarebytes sowie von Avast auf ihren Computern verwenden, dazu, dass ihr Internet nicht mehr funktionierte. Um dieses Problem zu beheben, muss sich eines der Produkte entweder selbst deaktivieren oder eine Gegenmaßnahme einleiten. Um diesem Problem vorzubeugen, hat Avast unverzüglich einen Mechanismus geschaffen, der es Anwendern ermöglicht, Produkte von Avast und Malwarebytes gleichzeitig reibungslos zu verwenden.

In Zusammenarbeit mit Malwarebytes haben wir ein zusätzliches Problem entdeckt, das wir beheben werden. Dafür haben wir bereits eine Strategie zur Problemlösung entwickelt, die von Malwarebytes verifiziert wurde und unseren Nutzern diese Woche in einem automatischen Update zur Verfügung gestellt wird. Dieses Update wird die Interoperabilität nicht nur mit Malwarebytes, sondern auch mit ähnlichen Sicherheitsprodukten, die UDP-Pakete in ähnlicher Weise prüfen, verbessern."

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