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Häufung von Cyber-Angriffen auf Kliniken

Häufung von Cyber-Angriffen auf Kliniken
Cyber-Attacken auf Kliniken steleln letztlich eine große Gefährdung für Patienten dar.

Es waren zahlreiche Cyber-Attacken, mit denen sich Kliniken in Rheinland-Pfalz und im Saarland  konfrontiert sahen. Der Malware-Befall behinderte den normalen Klinikalltag extrem. Nun wurde die Ursache für die gehäuften Angriffe bekannt.

Ursache war „altes Dienstkonto“

Ein vor zehn Jahren angelegtes "altes Dienstkonto" war nach Behördenangaben die entscheidende Schwachstelle des Cyber-Angriffs auf elf Kliniken in Rheinland-Pfalz, wie heise.de, unter Berufung auf dpa,  dazu informierte. Dieses Dienstkonto sei zwei Tage nach dem Angriff vom 14. Juli identifiziert und deaktiviert worden, teilte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in einer Fragestunde des Landtags in Mainz mit.

Bundesweit umfassendste Attacke

Bei dem Angriff wurden Server und Datenbanken der Kliniken verschlüsselt, so dass kein Zugang mehr möglich war. Die Attacke sei die bisher bundesweit umfassendste auf die IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen gewesen, sagte die Ministerin. Patientendaten seien nicht abhanden gekommen. Die Versorgung der Patienten sei nicht gefährdet worden.

Auch wenn der Angriff letztlich glimpflich ausgegangen sei,

"zeigt er die generelle Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur im Gesundheitswesen auf",

sagte die Ministerin. Sie habe deswegen am 14. August einen Runden Tisch IT-Sicherheit einberufen. Dabei sei beschlossen worden, dass eine Projektgruppe bis Ende des Jahres ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen vorlegen werde.

Zusätzliche Mittel vorgesehen

Für die Sicherung der kritischen Infrastruktur seien zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich, die aus dem Krankenhausstrukturfonds kommen sollten. Dies bedeute, dass sich Krankenkassen und das Land die Kosten teilten, erklärte Bätzing-Lichtenthäler.

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