Schutzprogramme, Verschlüsselung & Datensicherheit

Die Malware Trustezeb

Sie ist hauptsächlich in Deutschland unterwegs die Malware Trustezeb. Das hat der europäische Security – Software – Hersteller ESET herausgefunden. Wie es heißt befindet sich die Schadsoftware in den Top10 des ESET Virus Radars.

Zur Verbreitung nutzt Win32/Trustezeb Spam-E-Mails, die vermeintlich von einem Unternehmen verschickt wurden. Dabei verwenden die Angreifer den formellen Namen eines real existierenden Unternehmens in Verbindung mit einer privaten E-Mail-Adresse. Wie sich erkennen lässt, stammt die Nachricht angeblich von einem Sachbearbeiter einer real existierenden GmbH. Ein Blick auf die E-Mail-Adresse verrät jedoch, dass die Nachricht von einer privaten Adresse aus versendet wurde. Um die Nachricht glaubwürdiger erscheinen zu lassen, wird fast immer der Name des Opfers als persönliche Anrede verwendet. Dem Opfer wird eine scheinbar nicht beglichene Rechnung zur Last gelegt, welche sich im Anhang befindet. Darin ist allerdings keine Rechnung enthalten, sondern die Schadsoftware als ausführbare Datei. Öffnet das Opfer die ZIP-Datei im Anhang der E-Mail, erscheint als Inhalt eine weitere ZIP-Datei mit ähnlichem Namen. Diese ZIP-Datei enthält wiederum den eigentlichen Schädling als ausführbare Datei, getarnt mit einer COM-Dateiendung. Win32/Trustezeb ist ein Schädling, der auf dem System seines Opfers weitere Schadsoftware nachladen kann. Er öffnet dazu eine Hintertür, so dass der Angreifer dauerhaft Zugriff auf den infizierten Computer hat. Dabei bedient sich Win32/Trustezeb einer Vielzahl moderner Methoden, die sich auch bei anderen Schädlingen finden lassen. Zum Beispiel besitzt er einen sogenannten Domain-Generation-Algorithmus. Diese Funktion generiert eine Reihe an Domainnamen, die dann als C&C-Server dienen und kontaktiert werden. Der Angreifer kann nun eine oder mehrere dieser Domains registrieren und so seine Schadsoftware kontrollieren. Durch die vielen möglichen Domainnamen hat der Angreifer die Möglichkeit, in bestimmten zeitlichen Abständen immer eine andere Domain zu registrieren. Dies erschwert das Auffinden und Abschalten der gerade aktiven C&C-Server erheblich. Die Kommunikation mit dem C&C-Server erfolgt dabei durchgehend verschlüsselt, was ein Aufspüren des Schädlings zusätzlich erschwert.
ESET rät einmal mehr dazu, beim Öffnen von Dateianhängen stets vorsichtig zu sein. Zwar gehen die Angreifer im Falle von Trustezeb in Sachen Tarnung äußerst nachlässig vor, jedoch können auch Anhänge von vermeintlich bekannten Absendern Schadsoftware enthalten. Um ein höchstes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt sich stets der Einsatz einer aktuellen Security-Software wie der ESET Smart Security - so ist man stets vor allen Gefahren geschützt, die im weltweiten Datennetz lauern.

Zurück

Diesen Beitrag teilen
Weitere Meldungen zum Thema
oben