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False Positives: Microsoft will seinen Defender optimieren

False Positives: Microsoft will seinen Defender optimieren
Windows Defender erhielt Bestnoten vom AV-Testinstitut, Bildquelle: Microsoft

Es sind Falschmeldungen durch den Windows Defender von Microsoft, die derzeit Entwicklern und Anbietern Probleme bereiten. Nun sollen neue Regeln helfen, einer fälschlichen Erkennung ihrer Software vorzubeugen. Microsoft empfiehlt unter anderem die Signierung von Installationsdateien. Der sicherste Weg ist laut Microsoft jedoch die Veröffentlichung im Microsoft Store.

Falschmeldungen reduzieren

Microsoft will in Zusammenarbeit mit Partnern und Entwicklern die Zahl von Falschmeldungen seiner Sicherheitslösung Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) reduzieren, wie zdnet.de dazu ausführte. Dabei sollen bestimmte Regeln den Softwareanbietern helfen, deren Anwendungen versehentlich als schädlich eingestuft wurden.

Es ist ein grundsätzliches Problem aller Sicherheitslösungen, das sogenannte False Positives immer wieder auftreten. Weiter heißt es dazu, es sei ein Kompromiss eines intelligenten und skalierbaren Ansatzes zur Erkennung von Malware, dass besonders aggressive Kriterien dazu führten, dass normale Dateien in Ausnahmefällen als bösartig erkannt würden.

Der Kommentar von Microsoft

Michael Johnson, Windows Defender Research, sagt dazu in einem Blogeintrag:

„Obwohl False Positives im Vergleich zu der großen Anzahl von Malware, die wir korrekt identifizieren (True Positives) und vor der wir unsere Kunden schützen, sehr selten sind, sind wir uns der Auswirkungen bewusst, die falsch klassifizierte Dateien haben können. Die Minimierung von Fehlalarmen ist eine ebenso wichtige Qualitätskennzahl, an deren Verbesserung wir kontinuierlich arbeiten“

Die von ihm bevorzugte Lösung ist jedoch für viele Softwareentwickler nicht geeignet.

„Die Veröffentlichung von Apps im Microsoft Store ist der beste Weg für Anbieter und Entwickler sicherzustellen, dass ihre Programme nicht falsch eingestuft werden.“

Als Alternative rät er zur digitalen Signierung der Installationsdateien. Sie garantiere die Integrität der Software.

Der „gute Ruf“ von Zertifikaten

Wie weiter dazu verlautete, bewerte Microsoft aber auch den Ruf der mit einem Zertifikat signierten Dateien. Dazu sagt Johnson:

„Um einen positiven Ruf bei mehreren Programmen und Dateien zu erlangen, signieren Entwickler Dateien mit einem digitalen Zertifikat mit positivem Ruf“

Werde allerdings eine der zu einem Zertifikat gehörenden Dateien als Malware erkannt, gelte der „schlechte Ruf“ auch für alle anderen Dateien. Das solle vor allem vor einem Missbrauch von vertrauenswürdigen Zertifikaten schützen.

Darüber hinaus mahnt Microsoft an, nur übliche Installationsverzeichnisse sowie Dateinamen zu verwenden, die dem Zweck der Software entsprechen. Auch sollten Entwickler nicht kommerzielle Pack-Programme meiden. Ein False Positive werden unter Umständen aber auch durch Programme ausgelöst, die zusammen mit der Hauptanwendung installiert würden. „Wenn ein Programm ein anderes Programm oder Dateien installiert, die einen schlechten Ruf haben, dann geht der schlechte Ruf auf dieses Programm über“, heißt es weiter in dem Blogeintrag.Darüber hinaus bleibt Anbietern und Entwicklern die Möglichkeit, fälschlicherweise als Malware erkannte Dateien über das Windows Defender Security Intelligence Portal zur Prüfung einzureichen.

Bestnoten im AV-Test

Im Test des unabhängigen Prüfinstituts AV-Test hatte die Consumer-Variante von Windows Defender zuletzt eine Top-Bewertung erhalten. Unter anderem wurde nur eine normale Software fälschlicherweise als Malware erkannt. Der Branchendurchschnitt liegt laut AV-Test bei elf False Positives auf mehr als 1,66 Millionen Samples, so zdnet.de.

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