Verschlüsselung & Datensicherheit

Achtung! Betrug mit Amazon Kundeninfo

Vor einer betrügerischen Kundenformation unter der Überschrift „Unsere Sicherheits-Experten haben verdächtige Loginversuche in ihrem Kundenkonto bemerkt“, warnt aktuell mimikama.at. Unbedarfte Kunden werden damit verleitet einem Link zu folgen, um dort schließlich in eine Phishingfalle zu tappen.

Gefälschte Mails sollen Kunden täuschen

Die angebliche Amazon-Information spricht Nutzer mit vollem Vor-und Zunamen an. Ein Details, von dem man sich jedoch schon gar nicht blenden lassen sollte. Es ist kein Indiz für eine Echtheit, da immer öfter betrügerische E-Mails die Namen ihrer Empfänger beinhalten, um bei diesen eine Scheinsicherheit zu erzeugen.

So sieht das Anschreiben einer Fake-Mitteilung aus:

Guten Tag Alexandra […],

Unsere Sicherheits-Experten haben verdächtige Loginversuche in Ihrem Kundenkonto bemerkt.
Dies ist ein Hinweis, dass Betrüger in ihr Konto eingedrungen sind.
Ihr Account wurde zu Ihrem Schutz eingeschränkt.
Um ihr Konto wieder nutzen zu können, müssen Sie ihre Benutzerdaten abgleichen.
Klicken Sie bitte auf den unten aufgeführen Link um den Abgleich jetzt zu starten und Ihre Identität zu bestätigen.

Hier Klicken
Vielen Dank,
Ihr Amazon-Supportteam

Schutzsoftware hilft

Wichtig ist eine gute Schutzsoftware, die in so einem Fall sofort reagiert und den Zugriff auf die angeforderte URL-Adresse sperrt. Auch wird sagen Ihnen, wie sie sich vor Phishing und betrügerischen E-Mails schützen können. Ohne Schutz gelangt man auf eine angebliche Amazon Startseite. Besonders augenscheinlich ist hier die konstruierte Kundenadresse:

kundenaccount-3076.8-amazon.com

Mit der Aufforderung:

Bestätigen Sie bitte Ihr Amazon Konto, um vollste Sicherheit beim Einkaufen genießen zu können geht die betrügerische Abfrage weiter. Wer hier korrekte Angaben macht und seine Zugangsdaten, wie E-Mail-Adresse und Mein Passwort, eingibt, verliert seine Zugangsdaten an Betrüger! Ebenso wird versucht, mit einer authentisch klingenden Mail den Besucher in Sicherheit zu wiegen. Die dargestellten Felder sollen nun verleiten, die eigenen Daten dort einzugeben, welche jedoch direkt in einer Betrügerdatenbank landen.

Allgemeine Phishingwarnung

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.

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