Business Security, Schutzprogramme

Kaspersky will Unternehmen immunisieren

Kaspersky will Unternehmen immunisieren
Eugene Kaspersky, CEO und Gründer von Kaspersky Lab

Eugene Kaspersky, CEO und Gründer von Kaspersky Lab, hat im Rahmen der Swiss Cyber Security Days 2019 die Schweiz besucht. Dort erläuterte er Messeteilnehmern die neue Ära industrieller Cyberattacken und wie er die IT dagegen wappnen will. Seine Empfehlung an das Fachpublikum lautete: Nicht schützen, sondern immunisieren.

Swiss Cyber Security Days 2019

Die Fachmesse fand am 27. und 28. Februar in Freiburg mit namhaften Referenten aus Politik, Forschung und Wirtschaft statt. Über den Beitrag von Eugene Kaspersky berichtete netzwoche.ch. Der ausgewiesene Sicherheitsexperte überraschte mit einer neuen Strategie.

Er sagte unter anderem:

"Ich befürchte, dass wir uns am Anfang einer neuen Ära industrieller Cyberattacken befinden",

Sicherheitskameras, Klimaanlagen, Feueralarme. Auch im Raum, wo er seinen Vortrag hielt, seien diese Geräte vermutlich bereits vernetzte IT-Lösungen.

"Das IoT ist überall und es ist angreifbar."

Schon die Produktion dieser Lösungen funktioniere nicht mehr ohne Vernetzung.

"Wir leben in einer Welt, in der die industrielle Fertigung zwangsläufig mit den Endkunden vernetzt sein muss",

"Wer sich nicht mit seinen Endkunden vernetzt, verliert diese an seine Konkurrenten."

Aber wer sich vernetzte, mache sich dadurch auch angreifbar. Und wer angreifbar ist, wird gehackt.

"Unternehmen haben also zwei Optionen: bankrott oder tot."

Abkehr von herkömmlicher IT-Security

Herkömmliche IT-Security versuche, Systeme abzusichern. Aber herkömmliche IT-Security genüge in dieser neuen Ära nicht mehr. Statt ihre Systeme sicher zu machen, sollten Unternehmen sich darum bemühen, ihre Systeme zu immunisieren.

"Die Kosten eines Angriffs müssen höher werden als die Schadenssumme."

So könne man Cyberkriminelle davon abbringen, Unternehmen anzugreifen.

Kaspersky Lab arbeite deswegen an einer neuen Plattform – ein Betriebssystem für vernetzte Geräte. Das OS könne den gesamten Datenverkehr in einem System kontrollieren. So könne Kaspersky ein geschütztes Verhalten einzelner Komponenten garantieren, auch wenn die Komponenten selbst von tausenden unterschiedlichen Herstellern kommen, die nicht zwingend alle vertraulich sein müssen.

Das System sei bereits bei gewissen Partnern in Betrieb. Dort überwache es die Netzwerkausrüstung, Sicherheitskameras sowie bestimmte Sensoren.

"So können wir abschätzen, wie viel es kosten würde, das System zu hacken."

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