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0190 Dialer - Was man wissen sollte
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Die faulen Tricks einiger Anbieter


Eines GRUNDSÄTZLICH vorweg. Natürlich gibt es auch eine Menge seriöse Anbieter, die dem Kunden weder die entstehenden Kosten verschweigen noch irgendwelche faulen Tricks anwenden. Dieser Bericht soll keinesweges die gesamte Branche in ein schlechtes Licht rücken.

Die nette und hübsche Frau aus dem Chat

Da gibt es die nette Frau im Chat, die den ahnunglosen Mann gerne einmal kennenlernen möchte. Wie das so ist, interessiert es den Mann, wie wohl die Dame ausschauen mag. Die nette Frau verweist auf eine Webseite, wo man sie über eine WebCam betrachten kann, die angeblich bei ihr zu Hause vor dem Computer steht.

Der voller Hoffnung und Neugierde "geplagte" Mann wird darum gebeten das kleine WebCam - Programm von der Webseite zu laden und es zu installieren. Danach steht nichts mehr im Wege, die liebe und nette Frau endlich mal mit den eigenen Augen zu sehen.

Was dem ahnungslosen User hier jedoch verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass dieses kleine WebCam Programm in Wirklichkeit ein 0190-Dialer ist. Der Blick auf die hübsche Frau kostet 3,63 DM. Schnell vergeht die Zeit und der Gebührenzähler steigt und steigt.

Höchstwahrscheinlich handelt es sich gar nicht um die dargestellte Frau über WebCam aus dem Chat. Derartige Praktiken sind keine Seltenheit und werden in verschiedenen Varianten ausgeübt. Ahnunglose Anwender in eine Gebührenfalle tappen zu lassen, könnte ebenso auch per E-Mail oder über andere Wege geschehen.

Auf diese Art und Weise (in abgewandelter Form) werden im übrigen auch immer wieder den Usern Trojanische Pferde untergejubelt. Das liebe Mädchen aus dem Chat kommt mit einer Datei auf ihrem Computer nicht klar. Welcher hilfsbereite Mann kann da noch wiederstehen, sich die Datei mal anzuschauen ? - Schon wurde ein Trojanisches Pferd oder eben auch eine 0190-Software installiert.

Unerwünschte Downloads

Mittels ausgefeilter Techniken wird dem Besucher eines Webangebotes die Software aufgespielt und installiert. Siehe hierzu auch die Rubrik "Wie gelangt so eine Software auf mein System".

Einige 0190-Dialer verhalten sich wie Trojanische Pferde

Diese Spezies unter den Programmen legen entsprechende Eintragungen im System an, meisstens in der Registry. Diese Eintragungen bewirken den automatischen Start bei jedem Neustart des Windows-Systems. Somit ist die Dialersoftware ständig im Hintergrund geladen. Das ist noch nicht weiter das Schlimmste daran. Doch wenn sich die Software selbstständig macht, indem ohne Nachfrage bzw. Hinweise an den Anwender, 0190-Verbindungen aufgebaut werden, kann man schon von kriminellen Handlungen sprechen.

Eine weitere beliebte Variante besteht darin, dass die ohnehin neu angelegte DFÜ-Verbindung als Standardverbindung definiert wird. Viele PC-Anwender habe ihre DFÜ-Einstellungen gleich mit dem Browser oder Mailprogramm gekoppelt. Gibt der User eine Internetadresse in seinen Browser ein, so schaltet sich die definierte DFÜ-Verbindung zwischen. Wenn der Anwender nun auch ohnehin stets sein Zugangspasswort abgespeichert hatte, fällt es gar nicht auf, dass während der gesamten Internetsitzungen eine 0190-Verbindung besteht. Vor der Einwahl wird zwar die Rufnummer angezeigt, aber welcher Anwender achtet schon darauf ? Sollte doch das gewohnte Passwort eingegeben werden, so ist das auch egal, da die Verbindung dahingehend durch die Software eingestellt wurde, indem ein beliebiges Passwort eingeben werden kann.
Es braucht wohl nicht erwähnt zu werden, welche enormen Kosten entstehen, wenn sich der Benutzer 100 Std. oder mehr jeden Monat im Web aufhält....
Wer über ISDN verfügt, kann sogar noch das grosse Pech haben, indem der Dialer gleich zwei Verbindungen (also auf beiden Leitungen) aufbaut. So entstehen doppelte Kosten, die kaum ein normaler Mensch noch bezahlen kann.

Kosten pro Minute werden verschwiegen

Einige Anbieter verschweigen bewusst die entstehenden Kosten und geben lediglich vor, dass es sich bei dem Programm um eine zusätzliche Software handelt, die zur Nutzung des Angebotes erforderlich sei. Das kann z.B. ein Chatprogramm sein.

Installierte Dialer im Ordner "DFÜ-Netzwerk" nicht sichtbar

Eine installierte DFÜ-Verbindung ist bekanntlich im Ordner "DFÜ-Netzwerk" auch sichtbar. Doch gilt auch diese Regel leider nicht immer. Einige Dialer tragen sich erst bei der Einwahl dort ein. - Dafür sorgt ein zweites Programm, welches im Hintergrund des Systems läuft. Nach der Abwahl wird der Eintrag durch das gleiche Programm wieder entfernt. Dieses zweite Programm liefert der Dialer quasi mit, sobald dieser das erste mal überhaupt installiert wird.

Dialer beenden bzw. "killen" Dialer-Schutzprogramme

Äusserst dubiose Dialer - Programmierer haben es sich auch zur Aufgabe gemacht, bei Start / Installation ihres "Zöglings" eventuell durch den Anwender installierte Schutzsoftware (z.B. YAW, 0190 Warner, SmartSurfer etc.) zu beenden. - Dieses kann jedoch auch bei einem Systemneustart geschehen. - Eine Methode die mehr als eine deutliche Sprache gegen die "Seriösität" der Anbieter spricht.

Verbindung getrennt - Wirklich getrennt ?

Der Kunde nutzt ein derartiges Angebot und wählt sich nach einiger Zeit ab. Das Programm bestätigt dieses auch. Aber im Hintergrund bleibt die Verbindung entweder noch für einige Zeit bestehen oder sogar so lange, bis das System komplett heruntergefahren wird. Auch sind zeitgesteuerte Dialer bekannt, die sich stets zu einer bestimmten Uhrzeit erneut einwählen oder zu einem vordefinierten Zeittakt.

Angeblich gecrackte Dialer-Software

Einige Personen bieten auf einer anonymen Webseite eine Dialer-Software an, die den Zugang zu mehreren 1000 Erotik-Angeboten verspricht. Die entstehenden Kosten werden jedoch bewusst verschwiegen. Auch wäre Angaben seitens des Webseitenbetreibers möglich, indem die gecrackte Software dafür "sorgt", dass gar keine Telefongebühren entstehen. Das hier bereitgestellte Beispiel hinterlässt beim flüchtigen lesen den Eindruck, als ob der Zugang kein Geld kosten würde.

Aber auch über Chatsysteme (ICQ, AOL Instant Messenger, MSN etc.) werden sogenannte gecrackte Dialer immer wieder angeboten. Siehe unsere Beispieldokumentation eines Falles. Es ist in jedem Fall zu empfehlen, NIEMALS derartige Software zu laden und auf dem lokalen System zu starten.

Merke:
Es gibt keine gecrackten Dialer !

Besucher wird mit angeblich kostenlosen Angeboten auf die Seite gelockt

Ein recht beliebte Masche besteht darin, indem der Webmaster einen kostenlosen Alterscheck für sein erotisches Angebot auf die Seite setzt. Nachdem der Besucher die Zugangsdaten für den kostenlosen Alterscheck eingegeben hat, wird im Hintergrund ein Dialer auf dem System installiert oder geladen. Diese Methode mit dem kostenlosen Alterscheck wird sehr oft mit eine der auf dieser Seite vorgestellten Tricks verbunden.

Versand von Spam-Mails mit "tollen Angeboten"

Seitenbetreiber verschicken Spam-Mails an beliebige Mailadressen in Anzahlen von unglaublichen Grössenordnungen. Die Inhalte der Mails sind sehr vielfältig und nicht auf jede kann hier eingegangen werden. Dazu gehören z.B. Gewinnbenachrichtigungen, gecrackte Dialer, erotische Angebote über Chatsoftware (die in Wirklichkeit ein Dialer ist), kostenlose Sicherheitsprogramme für den PC usw., usw.....

In jedem Fall beinhalten diese Mails stets auch eine oder mehrere Webadressen, die der Empfänger doch mal besuchen sollte. Hinter den Webadressen verbergen sich meisstens unseriöse Seitenbetreiber mit Dialersoftware. - In sehr vielen Fällen wird auch der Versuch gestartet, diesen auf dem System ohne Zutun des Anwenders zu installieren. Diese Vorgehensweisen wurden auch schon beobachtet, indem HTML-Mails verschickt werden. Öffnet der Anwender diese Mails, wenn er noch im Internet eingewählt ist, können merkwürdige Dinge geschehen. Hier können sich plötzlich viele Fenster öffnen, Dateien werden heruntergeladen und gegebenfalls gleich installiert.

Auch die Betreffzeilen dieser Mails sind oft "säuberlich" gewählt um die Neugierde des Empfängers zu wecken. Da gibt es Betreeffzeilen wie z.B. (keine vollständige Liste !):

ABMAHNUNG !
Sie haben im Preisausschreiben gewonnen
Herzlichen Glückwunsch
Vielen Dank für die Bilder
Hallo mein Schatz !
BESCHWERDE !
Ihr PC ist mit Viren infiziert (oder änliche Aussagen)
ACHTUNG !
Ihre Bankdaten !
Re:

Auch werden in letzter Zeit vermehrt fingierte elektronische Grußkarten per E-Mail verschickt, um den Emfänger auf eine mit Dialern preparierte Webseite zu locken. Auch hier ist äusserste Vorsicht geboten.

Faustregel:
Niemals Webseiten besuchen, die einem über unerwünschte Mails übermittelt worden sind. Lieber diese Mails sofort löschen oder an uns weiterleiten (webmaster@trojaner-info.de)

Es wird gar keine 0190-Servicenummer, sondern eine andere Vorwahl verwendet

Scheinbar haben einige dubiose Anbieter mitbekommen, dass viele Internetanwender die Anwahl von Rufnummer mit der Vorwahl 0190 durch die Telekom haben sperren lassen. Hierzu werden Vorwahlen verwendet, die für Onlineprovider bestimmt sind (z.B. 0193/0192 etc.). Diese Provider können die Minutenpreise selber bestimmen. Auch hier sind somit Minutenpreise von weit über 2,-- Euro möglich (z.B. 2,55 Euro/Min.).
Trotz "0190-Sperre" ist nun wieder die Einwahl zu teuren Diensten möglich. Keine Frage, ob das nun böser Wille seitens des Anbieters ist, sei einmal dahingestellt.

Präparierte Installationsseiten

Oftmals wird auf Angebotsseiten bekanntlich der Versuch gestartet einen Dialer auf dem System des Besuchers zu installieren. Oftmals gelingt das jedoch nur, wenn der Besucher auch einige technischen Vorgänge bestätigt. Hierzu werden Hinweisfenster seitens der Seitenbetreiber "gebastelt". Diese Fenster beinhalten Buttons mit z.B. "Ja" und "Nein", die der Besucher anklicken soll. Egal für welchen Button er sich entscheidet, er bestätigt den weiteren Installationsvorgang. Oder die Fragen sind sehr missverständlich gestellt, damit sich der Besucher für den richtigen Button (aus Sicht des Seitenbetreibers) entscheidet. Pop-Up Fenster also NIEMALS mit dem Versuch schliessen, indem Buttons im Fenster angeklickt werden, sondern stets mit dem Kästchen im Fenster oben rechts (Kreuz). Oder noch einfacher: Die Tasten "Alt & F4" betätigen und das aktive Fenster wird sich sofort schliessen.

Abrechnung zu Pauschalbeträgen

Auch gibt es Anbieter, die gar nicht die tatsächlichen Verbindungszeiten abrechnen, sondern sogenannte "Stundentarife". Das dieser Stundentarif jedoch sofort nach der Einwahl fällig wird, verschweigen viele dieser Anbieter. Somit kann eine einzige Einwahl von ein paar Minuten schon mal mit so hohen Beträgen abgerechnet werden, dass diese ein normaler Mensch kaum bezahlen kann. Es sind Dialer bekannt, die mehrere 100 Euro für eine Verbindung aufbauen. Interessante Informationen sind in unserem Newsteil zu finden. werden.


(tt) 04.06.2003




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