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Tracking-Apps gegen Corona

Medienberichten zufolge hat sich das deutsche Gesundheitsministerium jetzt dazu entschlossen, eine Corona-Warn-App auf Basis der Pepp-PT-Technologie zu entwickeln

Seit dem Ausbruch von COVID-19 wurden weltweit Social-Tracking-Apps entwickelt, um Menschen darüber zu informieren, ob sie kürzlich Kontakt zu jemandem hatten, der sich mit dem Virus infiziert hat. Während diese Anwendungen zum Wohle aller erstellt werden, bestehen Vorbehalte und Bedenken, wie solch eine Technologie sich auf die Privatsphäre jedes Einzelnen auswirken könnte.

Yury Namestnikov, Head of Global Research & Analysis Team in Russland bei Kaspersky, über die Auswirkungen solcher Apps auf die Privatsphäre:

„Diese Technologie sollte implementiert werden, wenn sie Leben retten kann. Die Verwaltung derart großer Datenmengen muss jedoch korrekt und ordnungsgemäß durchgeführt und die Daten müssen adäquat gesichert und verschlüsselt werden, um die Sicherheit der erhaltenen Informationen zu gewährleisten. Wenn dies korrekt und transparent erfolgt, können Behörden überprüfen, welche Organisationen diese Daten gesammelt und verwendet haben.“

Costin Raiu, Director Global Research & Analysis Team bei Kaspersky, hofft, dass alle veröffentlichten Apps nur als vorübergehende Maßnahme eingesetzt werden und Unternehmen sie nicht als Chance zur Monetarisierung personenbezogener Daten sehen. Er fügt deshalb hinzu:

„Mobile Tracking wird verwendet, um anderen mitzuteilen, mit wem sie Kontakt hatten. Der beste Weg, sich selbst zu schützen, besteht darin, zu Hause zu bleiben. Wir müssen diese Technologie hinter uns lassen, wenn wir zur Normalität zurückkehren und hoffen, dass sie nicht zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft wird.“

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