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Technologie gegen die Einsamkeit

Kontakt zu Familien und Freunden trotz Corona-Beschränkungen sind immer mehr auf dem Vormarsch – Aufklärung zur Sicherheit muss erhöht werden

Während der Corona-Kontaktbeschränkungen gehen viele ältere Menschen zum digitalen Kontakt zu Freunden und Familie über. Jetzt muss über Internetsicherheit informiert haben.
Foto: Chris Montgomery / Unsplash

Aufgrund der zahlreichen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie nutzen viele Menschen moderne Technologien, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben - beispielweise über Zoom-Quizze oder Video-Calls. Der Mehrheit der Europäer (89 Prozent) helfen Technologien dabei, sich in dieser Zeit weniger einsam zu fühlen, wie Kaspersky-Untersuchungen zeigen.

Die Kaspersky-Umfrage zeigt, dass sich viele Menschen in Europa einsamer fühlen als vor dem Ausbruch des Virus. Beim Großteil (84 Prozent) ist dies darauf zurückzuführen, dass sie Familie, Freunde und Kollegen aufgrund der bestehenden Restriktionen nicht mehr persönlich sehen können. Dabei haben sie jedoch Wege gefunden, um sich nicht nur die Zeit zu vertreiben, sondern auch mit ihren Lieben in Verbindung zu bleiben - mittels Technologie. Regelmäßige Videoanrufe und Online-Quizze sind zwei Beispiele dafür, wie diese den Wunsch, in Kontakt zu bleiben, erleichtert hat.

Technologie hält Einzug im älteren Teil der Gesellschaft

Insbesondere für die ältere Generation nimmt Technologie zur Linderung der eigenen Einsamkeit einen besonders hohen Stellenwert ein. So sagen 64 Prozent der Babyboomer und der über 65-Jährigen, die sich während der COVID-19-Krise weniger einsam gefühlt haben als zuvor, dass ihnen Technologie gegen die Einsamkeit geholfen habe. Die Kaspersky-Umfrage zeigt jedoch auch, dass nicht jeder so technisch versiert ist; so wünscht sich fast ein Drittel (30 Prozent) der Befragten einen selbstsichereren Umgang mit Technologie, da ihnen ein größeres Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten, Technologie zu nutzen, helfen würde, sich weniger alleine zu fühlen.

„Die anhaltende Pandemie hat das Leben, wie wir es kannten, verändert, und viele Menschen vermissen grundlegende menschliche Interaktionen“, erklärt David Emm, Principal Security Researcher bei Kaspersky. „Das Internet und die vernetzte Welt, in der wir leben, helfen der Gesellschaft in dieser Zeit enorm, indem sie eine virtuelle Plattform für den Austausch zur Verfügung stellen, aber auch Zugang und Informationen für Menschen schaffen, die Unterstützung bezüglich ihrer psychischen Gesundheit benötigen. Unsere Umfrage zeigt, dass Technologie einen Teil des durch die Pandemie verursachten Drucks lindern und den Menschen helfen kann, sich weniger einsam zu fühlen. Viele, die sich zuvor davor gescheut haben, Technologie einzusetzen, haben sich in kürzester Zeit darauf eingelassen und sich damit vertraut gemacht. Dienste wie Videoanrufe oder Online-Streaming sind mittlerweile zu einem wesentlichen Bestandteil des Alltags geworden. Es ist positiv, dass so viele von uns die Vorteile von Technologie nutzen, wir müssen uns jedoch auch bewusst sein, dass das Verhalten oder die Wahrnehmung gegenüber Online-Risiken möglicherweise noch nicht mit dem Verständnis des Einsatzes von Technologie übereinstimmen.

Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass wir alle sicher in Verbindung bleiben, denn nur wenn wir Online- und Digital-Tools sicher einsetzen und verwenden, können sie uns helfen, die Einsamkeit zu lindern und eine Verbindung zu anderen aufrechterhalten.“

Kaspersky-Empfehlungen für einen sicheren Umgang mit Technologie

Während es wichtig ist, den ständigen Kontakt zu Angehörigen aufrechtzuerhalten, kann das Internet darüber hinaus ein wichtiges Instrument sein, um in diesen schwierigen Zeiten auf wichtige Unterstützung zurückzugreifen. Psychosoziale Unterstützungsdienste wie die die psychologische Coronahilfe der Deutschen Gesellschaft für Psychologie können dabei helfen, sich weniger einsam und isoliert zu fühlen.

Um das digitale Leben und die eigenen Geräte zu schützen, empfiehlt Kaspersky:

  • alle Geräte mit einer seriösen und effektiven Sicherheitslösung zu schützen
  • einzigartige und komplexe Kennwörter für alle Online-Konten zu nutzen
  • Ein Passwort Manager hilft bei der Verwaltung dieser und kann bei der Generierung sicherer Passwörter helfen
  • unerwünschte Nachrichten nicht zu öffnen, nicht auf unbekannte Links zu klicken und keine unbekannten Anhänge herunterzuladen. Bei Zweifeln an der Echtheit einer Webseite sollte die URL manuell in den Browser eingegeben werden
  • Einladungen und Besprechungs-IDs für Gruppen-Calls privat zu halten und alle Funktionen, die die Privatsphäre schützen können, zu nutzen
  • die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen aller verwendeten Onlinedienste zu überprüfen, um die Daten, die mit anderen geteilt werden, einzuschränken

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