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Holpriger Start für Disney+

Tausende Disney+-Konten werden in Untergrundforen gehandelt

Am 12. November 2019 war der Flatrate-Videostreamingdienst Disney+ in den USA, Kanada und als Preview in den Niederlanden gestartet. Dort wird der Zugang für 70 Euro pro Jahr beworben. 2020 soll es dann mit Disney+ in weiteren Ländern weitergehen, darunter auch in Deutschland. Doch der Start war alles andere als märchenhaft, denn neben technischen Problemen gibt es Berichte über im Internet kursierende Zugangsdaten von Benutzern. Eine Reihe von Benutzern mussten feststellen, dass ihre Zugangsdaten für die Disney+-Benutzerkonten geändert wurden und sie keinen Zugriff mehr auf den Dienst erhalten.

Es tauchten plötzlich fremde Inhalte im Verlauf auf: Da liegt der Verdacht gehackt zu sein nahe. Inzwischen werden Zugangsdaten für Tausende von Disney+-Benutzerkonten zum Preis von 3 bis 11 US-Dollar in Untergrundforen angeboten, wie ZDnet herausgefunden hat.

Unklare Ursache

Aktuell ist noch unklar, wie die Zugangsdaten der Disney+-Benutzerkonten in die Hände Unbefugter gelangen konnten. Ein Hack des Disney+-Dienstes ist eher unwahrscheinlich, da bei einem Abonnentenbestand von mehr als 10 Millionen nur wenige Tausend Konten betroffen sind.

Momentan gehen die Spekulationen dahin, dass die Konten per Brute-Force-Angriff durch Verwendung von Zugangsdaten, die aus früheren Datenlecks stammen, geknackt worden sein könnten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Zugangsdaten über einen Trojaner oder eine Phishing-Seite abgegriffen wurden. Damit bleibt auch Disney die Erfahrung nicht erspart, die bereits andere Online-Dienste mit Kontenmissbrauch und gehackten Konten machen mussten.

Technische Probleme

Der Dienst konnte binnen weniger Stunden nach dem Start mehr als 10 Millionen Abonnenten verzeichnen. Allerdings wurde der Dienst gleich zum Start durch technische Probleme geplagt, denn viele Benutzer berichteten, dass sie ihre Lieblingsfilme und -sendungen nicht streamen konnten.

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