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Hacker missbrauchen Netflix

Cyber-Kriminelle machen sich die steigende Beliebtheit von Netflix zunutze. Die Zahl der Fake-Domains mit Bezug zum Streaming-Dienst ist stark gestiegen.

Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point® Software Technologies Ltd., verfolgt weiter die Zunahme der Bedrohungen, die das Coronavirus als Chance für kriminelle Aktivitäten im Internet begreifen. Jüngst haben die Sicherheitsforscher entdeckt, dass neben der Konferenzsoftware Zoom auch der sehr beliebte Streaming-Anbieter Netflix missbraucht wird.

Die Zahl der Phishing-Attacken, die Netflix als Aufhänger nutzen, hat sich verdoppelt. Die meisten der neuen Domänen wurden in den letzten Wochen registriert und nehmen beinahe alle irgendeinen Bezug auf die Pandemie – entweder unter dem Namen Corona oder COVID-19. Ein Beispiel ist netflixcovid19s.com. Fast alle dieser Betrugsseiten haben es auf die Zahlungsinformationen der Opfer abgesehen.

Mehr Cyber-Angriffe in Corona-Zeiten

Insgesamt geschehen jeden Tag im Durchschnitt 2.600 Cyber-Angriffe, die mit der Pandemie zu tun haben, so die Sicherheitsforscher von Check Point. Außerdem wurden in den letzten zwei Wochen 30.103 neue Domänen mit Corona-Bezug angemeldet, wovon 131 betrügerisch sind und 2.777 dringend verdächtig.

„Die deutliche Zunahme von Cyber-Angriffen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie spiegelt die verheerenden Nachrichten über die Situation in den USA und der EU wider. Wie die Zahl der physischen Opfer steigt auch die Zahl der Cyber-Angriffe, die perfide ihren Vorteil aus der Lage ziehen möchten. Wir erwarten, dass sich dieser Trend in naher Zukunft fortsetzen wird“, erklärt Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies: „Eindeutig verlagern Hacker ihre Aktivitäten weg von Unternehmen hin zu den Angestellten, da die meisten jetzt von zu Hause arbeiten. Einerseits öffnet das viele Fernzugänge, die geschützt werden müssen, um das Unternehmen nicht zu gefährden. Andererseits geraten nun die alltäglichen Handlungen der Mitarbeiter – und damit sie selbst – stärker ins Visier, wie die Nutzung von Zoom oder Netflix. Es wird für uns alle wichtig sein, eine gute digitale Hygiene zu betreiben und besonders vorsichtig zu sein, wenn wir Dokumente oder Links erhalten – besonders wenn wir den Absender nicht kennen.“

So sichern Sie sich ab

  • Seien Sie vorsichtig mit E-Mails und Dateien, die Sie von unbekannten Absendern erhalten, insbesondere wenn diese spezielle Angebote oder Rabatte anbieten.
  • Öffnen Sie keine unbekannten Anhänge oder klicken auf Links innerhalb verdächtiger E-Mails.
  • Hüten Sie sich vor gefälschten Domains, Rechtschreibfehlern in E-Mails und Websites als Merkmal und vor fremden Absendern.
  • Trauen Sie keinen Sonderangeboten zu COVID-19.
  • Verwenden Sie Passwörter nicht mehrfach für verschiedene Konten und Seiten.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Waren von einer authentischen Quelle bestellen.

Weitere Informationen

Den vollständigen Bericht zur neuen Entdeckung finden Sie hier

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