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Hacker missbrauchen ‚Black Lives Matter‘-Bewegung

Während Unternehmen in Deutschland mehr und mehr zur Normalität zurückkehren, nutzen Cyberkriminelle die nächsten Schlagzeilen nach COVID-19: die aktuellen Menschenrechtsproteste auf der ganzen Welt.

Das Check Point Research Team beobachtet den nächsten skrupellosen Versuch von Hackern, sich die aktuellen Schlagzeilen zunutze zu machen. Ziel sind diesmal die Proteste rund um die ‚Black Lives Matter‘-Bewegung aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich für Gleichberechtigung und gegen Polizeigewalt – vornehmlich gegen schwarze Bürger – einsetzt. 

Die Hacker nutzen die Proteste und das Interesse aus, um Phishing-Mails mit angeblichen Informationen, Umfragen und dergleichen rund um die Bewegung an ihre Opfer zu senden. Tatsächlich enthalten besagte Nachrichten verschiedene Schadprogramme, besonders die bekannte Malware ‚Trickbot‘, verschleiert hinter Links und in Dokumenten. Diese neue Kampagne ist Teil einer internationalen Entwicklung, welche die Forscher von Check Point beobachten: Die Anzahl der Cyber-Angriffen auf der ganzen Welt nimmt wieder zu. Im Vergleich zum Monat Mai stiegen die Zahlen der virtuellen Attacken im Juni um 24 Prozent an – obwohl die Corona-spezifischen abnehmen.

Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies GmbH, warnt: „Der aktuelle Anstieg von Cyber-Angriffen hängt auch damit zusammen, dass viele Mitarbeiter nun von ihrem Tele-Arbeitsplatz zurück an den Schreibtisch im Büro wechseln. Cyber-Kriminelle versuchen, sich unter dem Deckmantel großer Themen, wie den aktuellen Protesten, oder hinter großen Markennamen, wie Microsoft, zu verstecken, um mit ihren Angriffen diese Transit-Periode auszunutzen. Umso wichtiger ist es, die Menschen und technologische Infrastruktur umfangreich gegen diese Attacken abzusichern.“

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