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Generation Z leidet am meisten unter Einsamkeit infolge von COVID-19

Mehr als zwei Drittel der Generation Z in Europa haben sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie einsam gefühlt

Einsamkeit trotz unbegrenzter digitaler Möglichkeiten. Seit den Ausgangsbeschränkungen infolge von COVID-19 wurde insbesondere älteren Menschen große Aufmerksamkeit hinsichtlich einer möglichen Vereinsamung zu Teil.

Allerdings haben Faktoren wie der Verlust des Arbeitsplatzes, Kurzarbeit, Zwangsbeurlaubungen und weniger soziale Kontakte auch das Leben junger Erwachsener während der Krise erschwert. Tatsächlich zeigt eine europaweite Kaspersky-Befragung, dass sich mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Generation Z (Jahrgang 1994 bis 2001) seit dem Ausbruch des Coronavirus einsam gefühlt haben.

Einsamkeit größer als bei älteren Menschen

Die Untersuchungen von Kaspersky ergaben, dass sich 40 Prozent der Generation Z in ganz Europa durch die Pandemie-bedingten Einschränkungen einsamer fühlten als davor - und das stärker als ältere Menschen. Denn im Vergleich dazu sagten dies nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Babyboomer (Jahrgang 1946 bis 1964). Fast die Hälfte (45 Prozent) der Generation Z in Europa, die soziale Medien oder Online-Foren nutzen, verbringen mindestens fünf Stunden pro Tag online. Wie viele Menschen während der Pandemie haben junge Erwachsene digitale Lösungen genutzt, um das Gefühl der Einsamkeit zu lindern. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) dieser Altersgruppe hat sich verstärkt Technologien zugewandt, in der Hoffnung, sich damit weniger einsam zu fühlen.

 Die Psychotherapeutin Kathleen Saxton glaubt, dass sich die Einsamkeit unter jungen Menschen während der Pandemie verschlimmert hat, weil es ihnen stärker fehlt, Menschen persönlich zu treffen, als sie dachten. Möglicherweise fühlen sie sich auch isoliert, während viele ihrer Freunde immer noch positive Erfahrungen online posten, obwohl das "normale" Leben abrupt unterbrochen wurde.

"Ich vermute, dass bei denjenigen, die nicht in der Lage sind, einen Universitätsabschluss zu machen oder in ihren ersten Berufsjahren plötzlich auf zu Hause beschränkt waren, ein verstärktes Gefühl der Einsamkeit aufkommt", so Kathleen Saxton. "Das kann daher rühren, dass man trotz des Gefühls der Einsamkeit den Eindruck erwecken möchte, als sei alles in Ordnung, besonders wenn Gleichaltrige auf Instagram oder TikTok behaupten, ihr Leben liefe perfekt. Die Forschungsergebnisse von Kaspersky zeigen jedoch deutlich, dass die Tatsache, dass Familienmitglieder oder Freunde nicht persönlich gesehen werden können, die größte emotionale Isolation verursacht hat."

Was die Gen Z im Lockdown vermisst: Shoppen, persönliche Kontakte und Hobbys

Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass es mehrere Ursachen für die Einsamkeit der Generation Z gibt, darunter "nur" Lebensmittel kaufen zu können (23 Prozent) und die nicht vorhandene Möglichkeit, Kollegen persönlich zu treffen (19 Prozent). Die jungen Europäer fühlten sich auch deshalb einsam, weil sie Familie oder Freunde nicht treffen (75 Prozent) oder ihren üblichen Hobbys oder sportlichen Aktivitäten nicht nachgehen konnten (51 Prozent).

"Als die Pandemie begann, konnten wir beobachten, wie sich Gemeinschaften bildeten, um sicherzustellen, dass ältere Menschen virtuell mit ihren Lieben in Kontakt treten konnten", kommentiert David Emm, Principal Security Researcher bei Kaspersky. "Als die Social-Distancing-Maßnahmen immer restriktiver wurden, begann die gesamte Gesellschaft immer abhängiger von der Technologie zu werden. Unsere Befragung zeigt:  selbst die Generation Z, die es gewohnt ist, Online-Dienste zu nutzen, um miteinander in Kontakt zu treten, empfindet die Veränderungen des modernen Lebens als ziemlich herausfordernd. Mit der Lockerung der Beschränkungen können wir erwarten, dass junge Menschen etwas häufiger als in den vergangenen Monaten wieder vorsichtig mit sozialen Kontakten beginnen und gleichzeitig weiterhin Technologie nutzen, um miteinander in Verbindung zu bleiben."

Weitere Informationen

Weitere Forschungsergebnisse der Kaspersky-Studie sind hier abrufbar.

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