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Facebook: Bug enttarnt anonyme Admins

Ein Softwarefehler bei Facebook hat für kurze Zeit enthüllt, wer als Admin auf einer Facebook-Seite Posts erstellt oder bearbeitet.

Die Änderungshistorie für Posts ist zwar sichtbar, aber die Identität des Bearbeiters soll dabei normalerweise anonym bleiben. Gegenüber dem Magazin Wired bestätigte Facebook den Fehler. Das Unternehmen habe rasch einen Fix ausgespielt, der die Lücke schloss – da war es jedoch schon zu spät, diverse Fundstücke über die Admins etlicher prominenter Facebook-Seiten machten im Netz die Runde.

Identität von Admins war sichtbar

Im Unterschied zu persönlichen Facebook-Profilen, die an eine Einzelperson gebunden sind, sind Facebook-Seiten für Firmen, Institutionen oder Personen des öffentlichen Lebens gedacht, hinter denen andere Personen mit ihrem Facebook-Konto als Admins tätig sind und Posts erstellen und ändern. Öffnet man die Bearbeitungshistorie einer solchen Seite, sollten die Änderungen an den Posts erkennbar sein, aber nicht die Bearbeiter dahinter (es sei denn, der Inhaber einer Seite entscheidet sich anders). Genau das war durch den Bug kurzzeitig bei sämtlichen Facebook-Seiten weltweit möglich.

Screenshots prominenter Seiten kursieren im Netz

Es kam ans Licht, dass etwa die Seiten des US-Präsidenten Trump und des kanadischen Premierministers Trudeau von diversen Angestellten gepflegt werden. Die Seite der Klima-Aktivistin Greta Thunberg wiederum wird von ihren Eltern und mindestens einem weiteren Helfer gepflegt. Auf diese Weise kamen die Seiten-Admins einiger Prominenter zum Vorschein, darunter Hillary Clinton, der Rapper Snoop Dogg und das Hackerkollektiv Anonymous.

Auch wenn der Zeitraum anscheinend recht kurz war und die irrtümlich preisgegebenen Informationen bei der 'normalen' Seitenansicht zunächst nicht sichtbar waren, kann dieser Bug dennoch erhebliche Auswirkungen für betroffene Facebook-Benutzer haben – dass einige Prominente darüber in Verlegenheit geraten, ist da noch das kleinere Übel. Doch wer beispielsweise ein politisches oder zivilgesellschaftliches Anliegen auf einer Facebook-Seite kundtut und sich dadurch Gegner schafft oder von anderen Stellen kritisch beobachtet wird, ist auf seine Anonymität unbedingt angewiesen – nicht nur für Kritiker autoritärer Staaten könnte so eine Enthüllung gefährlich werden.

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