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Eingebaute Verschlüsselung mit neuem Thunderbird-Update nutzbar

78.2.1 heißt das Zauerwort: Seit der jüngsten Version des E-Mail-Clients Thunderbird wird eine Verschlüsselung per OpenPGP nutzbar

Foto: pixabay/Muhammad Ribkhan

Mittlerweile ist das Update für Windows, Mac und Linux freigegeben. Die Thunderbirdversion 78.2 ist er gut eine Woche alt und die Verschlüsselung sollte schon aktiviert sein. Doch für weitere Tests und letzte Änderungen wollten die Entwickler die Veröffentlichung ein wenig aufschieben.

Kein Enigmail mehr nötig

Die Release-Note erklärt: OpenPGP ist standardmäßig eingeschaltet und die Algorithmen MD5, SM2 und SM3 in OpenPGP sind deaktiviert. Schon in der Version 78 war die Verschlüsselung per OpenPGPeingebaut, aber bislang nicht aktiviert. Beim jüngsten Update kann im Menüpunkt „Extras“ der „OpenPGP Key Manager“ aufgerufen werden. Weitere individuelle Einstellungen – darunter auch der Import vorhandener Keys – finden sich bei den „Konten-Einstellung“ unter dem Punkt „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“. Vorsicht jedoch: Die Texte dort sind noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Wer bislang für PGP-Verschlüsselung seiner Nachrichten auf das bekannte Add-on Enigmail zurückgreift und das auch weiterhin tun will, muss beim vorherigen Hauptversionszweig 68 von Thunderbird bleiben. Mit Version 78 ändert sich nämlich die Add-on-Schnittstelle und Enigmail ist mit der aktuellen Thunderbird-Version nicht mehr kompatibel. Nutzern von Thunderbird 68 wird das Update auf Version 78 daher auch zumindest bis auf Weiteres nicht angeboten.

Kleiner Tipp: Wer Thunderbird 78 erst einmal nur ausprobieren will, sollte vor der Installation unbedingt sein bisheriges Nutzerprofil sichern. Da Thunderbird kein Downgrade beherrscht, muss nach einer Rückkehr zu Version 68 das gesicherte Nutzerprofil manuell wieder zurückgespielt werden.

 

Quelle: heise online

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