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Cybermobber oder Gemobbter?

40 Prozent der Eltern in Deutschland sorgen sich um ihre Kinder im Netz

Hänseleien, Beleidigungen und sogar Gewaltandrohungen sind nicht nur Thema auf dem Schulhof. Auch im Internet sind viele Kinder und Jugendliche im häufiger Mobbing-Attacken ausgeliefert. Für eine aktuelle Studie hat Kaspersky 500 Eltern in Deutschland mit Kindern zwischen 12 und 18 Jahren befragt. 40 Prozent sorgen sich, dass ihr Kind Opfer von Cybermobbing sein könnte. Fast jeder fünfte Elternteil befürchtet wiederum, dass der eigene Nachwuchs selbst andere Kinder digital mobbt.

Nur 60,2 Prozent der befragten Eltern widerspricht der Aussage, dass die Gefahr für Kinder und Jugendliche, Opfer digitalen Mobbings zu werden, völlig überbewertet sei. Deshalb besteht Aufklärungsbedarf, denn auch die restlichen 40 Prozent müssen die Wichtigkeit anerkennen. Denn eines ist sicher: Cybermobbing ist ein gefährliches Phänomen, das Eltern wie Kinder gleichermaßen betrifft und dem entschieden entgegen getreten werden muss. Immerhin 61,8 Prozent der Eltern in Deutschland haben schon mit ihrem Kind über dieses wichtige Thema gesprochen. Etwa ein Fünftel der Erziehungsberechtigten jedoch hat Cybermobbing noch nie thematisiert.

Social-Media Verbot als Strafe

Fast jeder dritte Elternteil würde dem eigenen Nachwuchs Social-Media verbieten, wenn er erfahren würde, dass das eigene Kind digital gemobbt wird. Jeder Vierte (24,8 Prozent) weiß allerdings nicht, wie er dem Kind helfen könnte, sollte es Opfer von Cybermobbing werden. Sechs von zehn der befragten Eltern sind der Auffassung, dass Social Media Kanäle die Gefahr von Cybermobbing fördere. Zwei Drittel (66,4 Prozent) stimmen ergänzend der Aussage zu, die heutige anonyme Diskussionskultur im Internet sei ein Nährboden für Cybermobbing.

 

Weitere Maßnahmen, die Eltern im Falle einer möglichen Opfersituation des eigenen Kindes ergreifen würden:

 

  • 61,6 Prozent würden den mutmaßlichen Täter oder deren Eltern zur Rede stellen

  • 60 Prozent würden Kontakt mit der Schule des Kindes aufnehmen

  • 50,2 Prozent würden zur Polizei gehen und 45,6 Prozent eine Strafanzeige erstatten

  • 39 Prozent würden in Zukunft darauf achten, dass sie mit ihrem Kind öfter über das Thema Cybermobbing sprechen

 

Mein Kind mobbt?

Würde ein Elternteil erfahren, dass das eigene Kind andere digital mobbt, wäre das nur jedem Dritten peinlich und unangenehm. Auch würden nur 43,8 Prozent den Kontakt zum mutmaßlichen Opfer suchen – und 50,8 Prozent zu dessen Eltern. Was ebenfalls überrascht: Die große Mehrheit sieht zwar ein aufklärendes Gespräch mit dem eigenen Kind als dringend notwendig – allerdings ist der Anteil hier mit 71,6 Prozent niedriger als erwartet.

 

„Unsere Studie zeigt deutlich, dass unter Eltern noch konkreter Informationsbedarf herrscht, was das Thema Cybermobbing anbelangt. Auch wenn unsere Umfrage ergab, dass nur jeder Vierte (25 Prozent) Elternteil schon einmal im Internet nach Informationen zum Thema Cybermobbing gesucht hat, wollen wir mit unserer Studie genau dies forcieren – das für die meisten einfach zugängliche Online-Angebot mit einem praktischen Leitfaden mit klaren Empfehlungen für Eltern und Kinder zur Bekämpfung von Mobbing über digitale Kanäle zu bereichern. Denn zu einem sicheren Verhalten im Web gehört nicht nur eine Schutzsoftware, sondern vor allem Aufklärung und eine Stärkung des digitalen Bewusstseins – egal ob es um Cybermobbing oder um den richtigen Umgang mit einer Phishing-Attacke geht“, sagt Anne Mickler, Corporate Communications Manager DACH bei Kaspersky.

 

Weitere Informationen

Hier geht es zur vollständigen Studie

Anonym im Internet

Kampf gegen Cybermobbing

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