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Cyberangriff auf Stadt Potsdam

In den IT-Verwaltungssystemen der Stadt Potsdam sind "Ungereimtheiten" aufgetreten

"Nach dem Abschalten der Internetverbindung der Landeshauptstadt Potsdam ist der Bürgerservice der Landeshauptstadt Potsdam aktuell noch immer nur eingeschränkt nutzbar. Die Verwaltung kann derzeit keine E-Mails von außen empfangen und eingehende E-Mails werden auch nicht weitergeleitet", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. 

„Trotz der Cyber-Attacke ist die Feuerwehr der Landeshauptstadt Potsdam zu 100 Prozent arbeitsfähig. Die wichtige Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger, die von Zahlungen der Landeshauptstadt abhängig sind: Wir können alle Auszahlungen beispielsweise an Sozialhilfe- und Wohngeldempfänger, Jugendhilfeträger oder für Honorare der Volkshochschullehrer gewährleisten, ebenso für die Mitarbeitenden der Verwaltung“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. „Das Team von IT-Spezialisten arbeitet weiter intensiv und mit externer Unterstützung daran, die Fehler zu beheben. Das gilt auch für das Wochenende. Unser Fokus liegt auf der Arbeitsfähigkeit des Hauses und darauf, allen Bürgerinnen und Bürgern wieder uneingeschränkt alle Dienstleistungen der Verwaltung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die Systeme weiter analysiert.“

Eingeschränkter Service

Alle onlinebasierten Anwendungen der Stadtverwaltung sind derzeit nicht nutzbar. Dazu zählen die Serviceeinrichtungen unter anderem der KfZ-Behörde, die Urkundenstelle des Standesamtes und das Portal Maerker und Maerker Plus. Die Leistungen im Bürgerservicecenter stehen derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung; im Bürgerservice kann weiterhin nicht mit Karte gezahlt werden.


Die Landeshauptstadt Potsdam hat am Mittwochabend die Internetverbindung der Verwaltung abgeschaltet. Hintergrund: In den davorliegenden zwei Tagen waren in zentralen Netzzugängen der Landeshauptstadt zahlreiche Ungereimtheiten festgestellt worden. Verantwortlich dafür ist eine Schwachstelle im System eines externen Anbieters, worüber versucht wird, von extern unautorisiert Daten der Landeshauptstadt abzurufen oder Schadsoftware zu installieren. Um den Schaden zu analysieren und um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten, sind externe IT-Sicherheitsfirmen und IT-Forensiker beauftragt, die IT-Spezialisten der Verwaltung bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Landeshauptstadt hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und die für IT-Sicherheit und Datenschutz verantwortlichen Landes- und Bundesstellen informiert.

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