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Covid-19-Impfstoff: Europol warnt vor Betrügereien

Während der Impfstoff zur Weltgesundheit und zur Eindämmung der Pandemie dienen soll, wittern Cyberkriminelle ihre Chance für Betrugsversuche und Malware-Attacken

Die Sicherheitsforscher von Check Point sind bei Nachforschungen im Darknet auf diverse Angebote zum Covid-19-Impfstoffe gestoßen. Dahinter verstecken sich allerdings Betrügereien und mit Malware verseuchte Informationen. Entsprechend warnt Europol vor den Methoden der Cyberkriminellen.

Neben Angeboten zum Kauf von Hydroxychloroquine – einem Malaria-Behandlungsmittel, das unter anderem von US-Präsident Donald Trump ohne Beweise als Mittel gegen das Corona-Virus angepriesen wurde – bieten Kriminelle im Darknet zudem angebliche Dosen der Impfstoffe von Pfizer, BioNTech und Co. an. Als Zahlungsmittel fordern sie dabei Bitcoins – damit eine etwaige Nachverfolgung so schwer wie nur eben möglich ist. Die Preise für die Impfstoffdosen liegen bei etwa 0,01 Bitcoin pro Person. Das entspricht in etwa 300 US-Dollar oder 250 Euro.

Falscher Impfstoff, falsche Infos: Höchste Vorsicht ist geboten

Ein weiteres Problem ist die Verbreitung von gefälschten Informationsmaterialien zu den tatsächlichen Impfstoffen. Unter Bezeichnungen wie „pfizer's Covid vaccine: 11 things you need to know“ werden Dokumente verbreitet, die mit Malware verseucht sind. Neben Infostealern entdeckten die Sicherheitsexperten dabei auch die Schad-Software AgentTesla, einen Remote Access Trojaner.
„Cyberkriminelle nutzen einmal mehr die Angst und das Verlangen nach Informationen rund um das Corona-Virus für ihre eigenen Zwecke aus“, erklärt Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point. „Wer auf der Suche nach Informationen zu den Impfstoffen ist, der sollte auf vertrauenswürdige Quellen setzen und Vorsicht beim Öffnen von Mail-Anhängen walten lassen – besonders, wenn der Absender zweifelhaft ist. Die Angebote im Darknet hinsichtlich der Impfstoffe sollte niemand nur in Erwägung ziehen, da es sich hierbei bestenfalls um Placebos, schlimmstenfalls um gesundheitsgefährdende Substanzen handeln kann – falls überhaupt etwas geliefert wird. Es handelt sich dabei um skrupellosen Betrug und es gilt, die Warnungen von Sicherheitsexperten und der Justiz zu beachten.“

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