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Gefährliche digitale Post

Spanische Nutzer erhielten im ersten Quartal 2020 weltweit am meisten gefährliche digitale Post

9,66 Prozent aller Spam-Mails hatten spanische Nutzer im Visier. Dabei landete nur noch rund jede zwölfte Spam- und Phishing-Mail (8,53 Prozent) in den E-Mail-Postfächern deutscher Nutzer. Deutschland gibt damit seinen wiederholten Quartals-Weltmeister-Titel im Empfangen gefährlicher E-Mails an Spanien ab; der dritte Platz geht an Russland mit 6,26 Prozent.

Neben aktuellen Aufhängern wie das Busch-Feuer in Australien, die Oscars oder Emmys nutzten Cyberkriminelle vor allem die aktuelle Lage rund um die Corona-Pandemie, um ihre Opfer in die Spam-Falle zu locken –  getarnt als Gesundheitsinformationen von der WHO oder Regierungen, Angebote für Schutzmasken oder Benachrichtigung über die Zustellung eines Pakets.

Tatyana Shcherbakova, Senior Web Content Analyst bei Kaspersky, zeigt sich besorgt:

„Auch wenn Spanien jetzt in puncto Empfangen gefährlicher Mails vor Deutschland liegt, können wir keine Entwarnung für deutsche Nutzer geben. Denn Aufhängerthemen – wie beispielsweise gerade die Corona-Pandemie –, die wir im Spam- und Phishing-Verkehr sehen, sind insbesondere in Krisenzeiten äußerst effektiv, da sich Nutzer möglichst viel Informationen dazu – auch per E-Mails von Unbekannten im Postfach – wünschen oder erwarten. Das verhält sich mit Emails, in denen ,super einzigartige Angebote‘ angepriesen werden und die meist offensichtlich nicht echt sind, etwas anders. Legt ein Opfer bei solch einem Phishing-Versuch seine Zugangsdaten offen, kann das verheerende Folgen haben – von Datendiebstahl bis hin zu finanziellen Verlusten. Nutzer sollten daher auch bei Mails, deren Empfang sie nicht unbedingt überrascht, darauf achten, ob diese authentisch sind; und im Zweifelsfall niemals Daten ohne vorhergehende Prüfung und Rückversicherung beim Absender eingeben.“

Tipps zum Schutz vor Spam und Phishing

  • Stets die Link- sowie die E-Mail-Adresse des Absenders überprüfen, bevor man etwas anklickt.
  • Die Linkadresse, die in der E-Mail zu sehen ist, mit dem hinterlegten Hyperlink abgleichen, ob diese übereinstimmen. Dies kann man kontrollieren, indem man mit der Maus über den Link fährt.
  • E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern nicht öffnen oder downloaden, bevor diese nicht von einer Sicherheitslösung überprüft wurden.
  • Sensible Daten wie Login-Informationen, Passwörter, Bankdaten oder Ähnliches nicht mit Dritten teilen; seriöse Unternehmen fragen solche Daten nicht ab.
  • Eine zuverlässige Sicherheitslösung mit verhaltensbasierten Anti-Phishing-Technologien erkennt und blockiert Spam- und Phishing-Angriffe sowie bösartige Dateien.

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