Mobile Security

Aufklärung von Jugendlichen über Online-Gefahren wichtiger denn je

AVG Umfrage zeigt: Nur 35 Prozent sprechen mit ihren Kindern regelmäßig über die Gefahren im Internet

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, mussten Schulen in Deutschland vorsorglich schließen und auf digitalen Unterricht umstellen. Dazu kommt, dass die Schüler auch in der Freizeitgestaltung vermehrt digitale Medien konsumieren. Aufgrund der erhöhten Nutzung ist es wichtig, Schüler für die Gefahren im Internet zu sensibilisieren.

Generell wünschen sich viele Eltern mehr Engagement von Schulen, wenn es um die Aufklärung über Gefahren im Internet geht. AVG hat in einer Umfrage mehr als 500 Eltern zu ihrem Wissensstand sowie ihrer Einstellung zum Thema Sicherheitsaufklärung bei Kindern befragt. Demnach sind 52,3 Prozent der Meinung, dass Schulen über die Gefahren des Internets aufklären sollten. Dabei scheinen Eltern, die sich nach eigenen Angaben gut mit dem Thema IT-Sicherheit auskennen, besonders sensibilisiert zu sein: Von ihnen wünschen sich 78,9 Prozent, dass Schulen über Cybersicherheit Aufklärung betreiben.

Förderung von Medienkompetenz

„Es ist dringend notwendig, dass Sicherheitsaufklärung und Medienbildung feste Bestandteile des Schulunterrichts werden. Zwar tragen Eltern die Hauptverantwortung für die Erziehung ihrer Kinder und sollten ihnen, so gut es geht, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und sozialen Medien beibringen. Allerdings benötigen sie aufgrund der Komplexität und Fülle an Gefahren Unterstützung“, meint Luis Corrons, Security Evangelist bei AVG. 

Nur 35,4 Prozent der befragten Eltern sprechen mit ihren Kindern regelmäßig über die Gefahren im Internet. Ein Grund dafür könnte sein, dass weniger als die Hälfte aller Befragten (38,8 Prozent) glauben, dass sie selbst ausreichend über die Gefahren des Internets informiert sind.

Eltern und Schulen gleichermaßen gefordert

„Eltern können ihre Kinder nur so weit aufklären, wie sie selbst informiert sind. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, dass sie sich mit dem Thema Cybersicherheit auseinandersetzen und dazu mit ihren Kindern in Dialog treten. Wir als Sicherheitsanbieter stellen Tools und Informationen bereit, die Eltern dabei unterstützen“, sagt Luis Corrons. 

Bereits 2008 forderte das Positionspapier der Länderkonferenz Medienbildung eine grundlegende, systematische Schulung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen als Teil der Allgemeinbildung. Mit dem DigitalPakt, der am 17. Mai 2019 startete, wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Darüber, ob Medienkompetenz als eigenes Schulfach oder fächerübergreifend eingeführt werden soll, sind sich Experten und Politiker allerdings uneinig und es gibt noch keine länderübergreifende Regelung. Die aktuelle Notwendigkeit, digitalen Stoff zu vermitteln und digital zu unterrichten, wird auf zukünftige Entscheidungen zu diesem Thema vielleicht Einfluss nehmen und sie weiter vorantreiben. 

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