Verschlüsselung & Datensicherheit

Star Wars-Film lockt Cyberkriminelle an

Fans werden gewarnt vor betrügerischen Websites und bösartigen Dateien im Netz mit Star Wars-Bezug.

Beliebte Filme und Serien – wie aktuell die neue Episode der Star Wars-Saga - werden von Cyberkriminellen immer häufiger als Köder zur Verbreitung von Malware oder für Phishing-Angriffe genutzt. Bisher konnten die Sicherheitsexperten von Kaspersky über 30 betrügerische Seiten und Social-Media-Profile entdecken, die mit kostenlosen Franchise-Kopien des noch nicht veröffentlichten neuen Films werben und Kreditkartendaten unvorsichtiger Nutzer, unter dem Vorwand einer notwendigen Registrierung auf dem entsprechenden Portal, stehlen.

Black SEO

Die Domänen von Websites, die für die Erhebung personenbezogener Daten und die Verbreitung bösartiger Dateien verwendet werden, kopieren in der Regel den offiziellen Namen des Films und bieten ausführliche Beschreibungen und unterstützende Inhalte, wodurch die Nutzer davon überzeugt werden, dass die Website in irgendeiner Weise mit dem offiziellen Film verbunden ist. Dieses als Black SEO bezeichnete Vorgehen ermöglicht es Kriminellen, Phishing-Websites in den Suchmaschinenergebnissen aktiv zu bewerben. 

"Es ist ein typisches Vorgehen von Betrügern und Cyberkriminellen, aus populären Themen Kapital zu schlagen", erklärt Tatiana Sidorina, Sicherheitsforscherin bei Kaspersky. "Die neue Star Wars-Episode ist in diesem Monat ein gutes Beispiel für ein solch öffentlichkeitswirksames Thema. Da es Angreifern gelingt, bösartige Websites und Inhalte in den Ergebnissen von Suchmaschinen nach oben zu treiben, müssen die Fans besonders vorsichtig sein. Wir raten dazu, nicht aus Ungeduld auf solche Betrügereien hereinzufallen und stattdessen das Ende der Geschichte auf dem großen Bildschirm zu genießen."

Tipps, um nicht Opfer gefälschter Film- oder Fernsehsendungsangebote zu werden.

  • Auf die offiziellen Filmstart-Zeiten in Kinos, auf Streaming-Diensten, im TV, auf DVD oder bei anderen Quellen achten.
  • Nicht auf verdächtige Links klicken, wie etwa Angebote, Filme bereits vor dem offiziellen Start ansehen zu können.
  • Auf die Dateibenennung eines heruntergeladenen Files achten. Selbst wenn eine Videodatei von einer vertrauenswürdig und legitim wirkenden Quelle stammt, sollte diese unbedingt eine Namenserweiterung wie .avi,, .mkv oder.mp4 haben - definitiv nicht .exe.
  • Authentizität von Websites überprüfen. Bevor nicht sichergestellt wurde, ob eine Internetseite, die das kostenlose Betrachten von Filmen anbietet, legitim ist und mit "https" beginnt, sollte diese nicht besucht werden. Die Echtheit einer Website kann anhand des URL-Formats oder der Schreibweise des Firmennamens, bisheriger Bewertungen und den Registrierungsdaten der Domain überprüft werden. Erst nach ausreichender Kontrolle sollte ein Download erfolgen.
  • Eine zuverlässige Sicherheitslösung verwenden

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