Verschlüsselung & Datensicherheit

Cisco meldet gefährliche Remote-Angriffsmöglichkeiten auf Small Business-Router

Ein aktuelles Advisory von Cisco beschreibt eine kritische Sicherheitslücke, die mehrere Small Business-Router betrifft. Updates wird es nicht geben.

Ciscos Small Business-Router der Modelle RV110W, RV130, RV130W und RV215W sind laut einem aktuellen Security Advisory bei bestimmter Konfiguration aus der Ferne und ohne Authentifizierung angreifbar.

Eine kritische Sicherheitslücke im Universal Plug-and-Play-Service erlaubt mittels speziell präparierter UPnP-Requests wahlweise das Ausführen beliebigen Programmcodes mit Root-Rechten (Remote Code Execution) oder den willkürlichen Neustart des Geräts zum Herbeiführen eines Denial-of-Service.

Sicherheitsupdates zur Beseitigung von CVE-2021-34730 plant Cisco nicht, da die Geräte End-of-Life-Status erreicht haben. Besitzer verwundbarer Geräte können diese allerdings gegen Angriffe absichern, indem sie UPnP auf der LAN- und WAN-Schnittstelle deaktivieren. Auf ersterer sei der Service standardmäßig aktiviert. Den aktuellen Status könne man im webbasierten Management-Interface über die "Disable"-Box unter "Basic Settings > UPnP" überprüfen und ändern.

  • Cisco Security Advisory: RV110W, RV130, RV130W & RV215W

Advisory zu Blackberry-Schwachstelle veröffentlicht

Cisco hat noch einen zweiten Sicherheitshinweis mit "Critical"-Markierung veröffentlicht. Er befasst sich mit einer kürzlich entdeckten Lücke im Echtzeitbetriebssystem QNX von Blackberry, über die Angreifer eingebettete Systeme attackieren und im schlimmsten Fall Schadcode ausführen könnten (CVE-2021-22156).

Derzeit überprüft Cisco nach eigenen Angaben sein Produktportfolio auf der Suche nach Geräten, die über besagte Sicherheitslücke attackiert werden könnten; konkrete Informationen zu verwundbaren Produkten liefert Ciscos Security Advisory zu BlackBerry QNX bislang aber noch nicht. Häufig werden die Hinweise zu einem späteren Zeitpunkt um weitere Informationen ergänzt.

Ciscos Übersicht über alle aktuellen Advisories listet zusätzlich noch einige kürzlich beseitigte Medium-Lücken in verschiedenen Produkten auf.

Quelle: heise online Redaktion

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