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Bitcoins-Anklage

US-Amerikaner wegen Geldwäsche mit 350.000 Bitcoins angeklagt

US-Behörden haben einen 36-jährigen Amerikaner angeklagt, Kryptogeld im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar gewaschen zu haben. Der  Mann soll laut den Behörden von 2014 bis 2017 im Darknet einen Mixing-Dienst namens Helix betrieben haben, über den rund 350.000 Bitcoins gewandert seien, um Geldflüsse zu verschleiern.

Helix hat dabei wahrscheinlich in enger Partnerschaft mit den Darknet-Drogenmarktplatz Alpha Bay zusammengearbeitet. An sich ist Coin-Mixing nicht strafbar. Helix habe aber allein dem Zweck gedient, Transaktionen mit Geldern aus Drogenhandel und anderer Kriminalität vor den Behörden zu verbergen, meinen die Ermittler.

Kein anonymes Zahlungssytem

Der Bitcoin und viele ähnliche Kryptowährungen sind anders als oft behauptet kein anonymes Zahlungssystem. Alle Geldflüsse und Guthaben sind in der Blockchain öffentlich einsehbar. Mit Mixing-Diensten lässt sich diese Privatsphären-Lücke zumindest etwas ausgleichen. Werden die Coins verschiedener Einzahler durchgemischt wieder ausgezahlt. Man zahlt also dem Dienst eine Summe ein und gibt eine oder mehrere frisch generierte Adressen als Auszahlungsziel an. Auf diese Adressen erhält man dann den Bitcoinwert zurückgezahlt. So soll die sonst in der Blockchain nachverfolgbare Kette von Transaktionen vernebelt werden. 

Mixing-Dienste nicht erste Wahl

Generell scheinen die Mixing-Dienste für Kriminelle an Bedeutung zu verlieren. Einer Studie von Chainanalysis zufolge verlagerte sich zwischen 2016 und 2019 das professionelle Geldwäsche-Geschehen vom riskanteren Mixing eher hin zu regulierten Börsen, vor allem an die chinesischen Börsen Huobi und Binance. Wer anonyme Zahlungen ohne die Krücke eines Mixing-Dienstes sucht, ist bei anderen Kryptowährungen wie Monero und Zcash aber sowieso besser aufgehoben als beim Bitcoin.

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