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Ransomware ist eine Bedrohung für die globale Sicherheit

Ein Kommentar von Sandra Joyce, Executive VP und Head of Mandiant Threat Intelligence bei FireEye zu Ransomware-Angriffen in amerikanischen Krankenhäusern

Sandra Joyce kommentiert die gefährlichen Ransomware-Angriffe auf US-amerikanische Krankenhäuser
Sandra Joyce. - Foto: FireEye

Ransomware ist eine Bedrohung, die wir nicht länger ignorieren dürfen, sie gerät zunehmend außer Kontrolle. Die Hacker, die hinter Ransomware-Kampagnen stehen, schalten mittlerweile die kritischsten Ziele aus. Die Angriffe sind nicht mehr nur eine Herausforderung, sondern so umfangreich und verheerend, dass wir sie nicht länger als bloßes Ärgernis oder Geschäftsrisiko betrachten sollten – sie sind eine ernsthafte Bedrohung für die globale Sicherheit.

Die COVID-19-Pandemie hat die Gefahr von Ransomware deutlich gemacht. Die Bedrohung für Krankenhäuser und ihre Patienten wächst durch den aktuellen Anstieg der Infektionen, der die Krankenhäuser überlastet und wenig Raum für Fehler lässt. Forschungslabors, die an der Entwicklung von Impfstoffen und Therapien arbeiten, wurden ebenfalls ins Visier genommen. Obwohl die Verfügbarkeit dieser Infrastrukturen entscheidend ist, um weltweit menschliches Leid zu lindern, haben einige skrupellose Ransomware-Betreiber keine Zurückhaltung gezeigt. Auch Cyberspionage-Kampagnen aus Russland, Iran und China haben es auf diese Organisationen abgesehen, aber wir bezweifeln, dass letztere die Frechheit hätten, sie mit Ransomware zu blockieren. Ein weiterer beunruhigender Trend, den wir beobachten, ist eine zunehmende Bedrohung der operativen Netzwerke (OT-Netzwerke), die die industriellen Prozesse in unseren kritischen Infrastrukturen steuern.

Destruktive Cyberangriffe staatlicher Akteure erfahren zu Recht große Aufmerksamkeit – Russland, Iran und Nordkorea haben alle Interesse gezeigt, kritische Infrastrukturen anzugreifen und unseren Alltag sowie unsere Lebensgrundlage zu stören. Die weitaus größere Gefahr geht im Augenblick jedoch von Ransomware-Betreibern aus. Diese wird unserer Meinung nach weiter wachsen und sich weiterentwickeln.

Den vollständigen Kommentar von Sandra Joyce gibt es (auf englischer Sprache) hier im Blog.

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