Business Security, Sicher & Anonym

Home Office und seine Gefahr

Über 60 000 offene Ports: Outlook-Postfächer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ungeschützt im Internet

Der Wechsel sehr vieler Mitarbeiter in kurzer Zeit ins Home Office aufgrund der Corona-Pandemie ist für viele Unternehmen eine enorme Herausforderung und gleichzeitig die einzige Möglichkeit, weiter zu machen. Doch führt das zu einer neuen und sehr gefährlichen Bedrohung.

Sicherheitsforscher von Check Point Research, der Threat Intelligence-Abteilung von Check Point® Software Technologies Ltd. einem Anbieter von Cyber-Sicherheitslösungen, schlagen Alarm: Die Outlook-Postfächer vieler Unternehmen liegen frei zugänglich und ungeschützt im Internet offen, wie Check Point Research warnt. Grund dafür ist, dass die Unternehmen die Outlook Web Application (OWA) einsetzen, die das Postfach im Browser öffnet, statt über das installierbare Desktop-Programm. Sie wollen damit auf die Tatsache reagieren, dass viele Mitarbeiter ihre privaten Endgeräte benutzen, oder mangels Vorbereitung benutzen müssen, und natürlich keine Microsoft-Office-Lizenz für ihre eigenen Geräte zur Verfügung haben. Die OWA ist dagegen frei benutzbar – und reißt nun ein großes Loch in die IT-Absicherung.

50.000 offene Ports in Deutschland

Auf der Übersichtsseite shodan.io landet Deutschland mit fast 50 000 gefundenen, offenen Ports bereits auf Platz zwei, hinter den USA.

„Wir können nur allen Unternehmen raten, diese offenen Ports umgehend zu schließen und auf Schutzmaßnahmen erfahrener Sicherheitsanbieter als zusätzliche Abschirmung zurückzugreifen. Andernfalls ist einer ihrer sensibelsten Bereiche, der gesamte E-Mail-Verkehr, frei im Internet einsehbar und damit Angreifern schutzlos ausgeliefert,“ warnt Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies.

Weitere Informationen

Alle Berichte des Check Point Research Teams finden Sie unter: https://research.checkpoint.com/

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