Business Security

Festplattenverschlüsseler VeraCrypt 1.25 unterstützt M1-Macs und Windows on ARM

Die neue VeraCrypt-Version ergänzt die Unterstützung für neuere Systeme und entfernt sie für ältere Windows- und Mac-Versionen.

Längere Zeit blieb es ruhig bei der Entwicklung von VeraCrypt. Der Entwickler Mounir Idrassi hat die Laufwerksverschlüsselungssoftware jetzt nach einem Jahr auf Version 1.25 aktualisiert. Dabei hat er alte Zöpfe abschneiden müssen, aber auch Support für neue Systeme ergänzt.

VeraCrypt kann neben Festplatten-Containern auch ganze Betriebssystempartitionen verschlüsseln. Seit Version 1.18a aus dem Jahr 2016 gelingt das auch mit UEFI-Unterstützung. Zudem kann es verschlüsselte Container auch etwa auf USB-Sticks anlegen. Durch die breite Verfügbarkeit für diverse Betriebssysteme ermöglicht das einen sicheren Datenaustausch über Betriebssystemgrenzen hinweg.

Die Open-Source-Alternative zur proprietären Bitlocker-Festplattenverschlüsselung von Microsoft läuft jetzt nativ auf Apples M1-Macs sowie unter Windows on ARM64. Bei letzterem funktioniert die Systemverschlüsselung jedoch noch nicht.

Gestrichene Systeme

Aufgrund neuer Anforderungen bei der Treibersignierung musste die Unterstützung von Windows Vista bis einschließlich Windows 8.1 weichen. Ebenso läuft die neue Fassung nicht mehr auf Mac OS 10.7 (Lion) und 10.8 (Mountain Lion). Für Windows gibt es auch eine sicherheitsrelevante Anpassung – als unsicher betrachtete String-Verarbeitungsbefehle darin hat Idrassi durch sicherere ersetzt.

Weitere kleinere Änderungen listen die Releasenotes von VeraCrypt auf. Auf der Download-Seite stehen noch alte Installationspakete bereit, die jedoch nach und nach aktualisiert werden dürften. Der aktuelle Quellcode ist verfügbar, sodass Nutzer sich gegebenenfalls ihre Pakete selber compilieren können.

Anders als etwa Microsofts Bitlocker läuft VeraCrypt auch unter Windows Home. Zudem ist damit auch betriebssystemübergreifender gesicherter Datenaustausch möglich, beispielsweise mit verschlüsselten Containern auf USB-Sticks. Der Tipps+Tricks-Artikel "VeraCrypt: Alles verschlüsselt" liefert dazu eine einfache Anleitung.

Quelle: heise online Redaktion

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