Business Security, Verschlüsselung & Datensicherheit

DDoS-Attacken verdreifacht

Gesamtanzahl aller DDoS-Attacken in Q1 2020 hat sich im Vergleich zu Q4 2019 verdoppelt

Der DDoS-Report von Kaspersky für das erste Quartal 2020 zeigt, dass vermehrt Angriffe auf Bildungsressourcen und kommunale Websites stattfinden. 19 Prozent aller DDoS-Attacken zielten in den ersten drei Monaten des Jahres auf solche Einrichtungen ab, damit hat sich die Anzahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdreifacht.

Die Kaspersky-Experten gehen davon aus, dass das wachsende Interesse der Angreifer bezüglich Bildungs- und kommunaler Einrichtungen darauf zurückzuführen ist, dass die Menschen zunehmend solche Online-Ressourcen nutzen, um beispielsweise widersprüchliche Fakten über offizielle, vertrauenswürdige Quellen zu prüfen. Des Weiteren haben viele Schulen und Universitäten auf Online-Unterricht umgestellt, was sie ebenfalls zu einem attraktiven Ziel für Angreifer macht.

Gesamtzahl der DDoS-Angriffe zugenommen

Kaspersky DDoS Protection hat doppelt so viele Angriffe erkannt und blockiert wie im vierten Quartal 2019, und 80 Prozent mehr als im ersten Quartal 2019. Die durchschnittliche Dauer der Angriffe stieg ebenfalls: Im ersten Quartal 2020 dauerte ein DDoS-Angriff zudem 25 Prozent länger als im ersten Quartal 2019.

"Der Ausfall von Internetdiensten kann für Unternehmen gerade jetzt eine besondere Herausforderung darstellen, da diese häufig die einzige Möglichkeit sind, ihren Kunden Waren und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen", so Alexey Kiselev, Business Development Manager DDoS Protection Team bei Kaspersky. "Darüber hinaus eröffnet die breite Einführung von Remote-Arbeit neue Angriffsvektoren für Cyberkriminelle, die DDoS-Attacken durchführen. Zuvor wurden die meisten Angriffe gegen die öffentlich zugänglichen Ressourcen von Unternehmen durchgeführt. Wir sehen nun allerdings, dass DDoS-Angriffe auch auf interne Infrastrukturelemente wie zum Beispiel VPN-Gateways von Unternehmen oder E-Mail-Server abzielen."

Empfehlungen zum Schutz vor DDoS-Angriffen

  • Stresstests und Webanwendungs-Audits mit internen Mitarbeitern oder mit Hilfe von externen Spezialisten durchführen, um Schwachstellen in der Unternehmensinfrastruktur zu identifizieren.
  • Eine Fehlertoleranzanalyse der Infrastruktur durchführen, um schwache Knoten zu identifizieren und deren Zuverlässigkeit zu erhöhen.
  • Dediziert Mitarbeiter für die Wartung der Webressourcen zuweisen. Diese sollten wissen, wie sie im Falle von DDoS-Angriffen vorgehen sollen, und bereit sein, auch außerhalb der geplanten Arbeitszeiten zu reagieren.
  • Kontaktinformationen von Drittanbietern überprüfen.
  • Eine umfassende DDoS-Schutzlösung verwenden, um das Unternehmen vor Angriffen zu schützen - dabei sollten auch nicht öffentliche Dienste geschützt werden, die für die Geschäftskontinuität von Bedeutung sind.

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