Business Security

BMW im Visier von Hackern?

BMW soll Ziel von Werksspionage über das Internet geworden sein - Autohersteller anscheinend vermehrt Ziele von Cyberangriffen

Nach Informationen des Bayrischen Rundfunks ist eine Hackergruppe namens "OceanLotus" in das Computernetzwerke von BMW eingedrungen. Sie soll sich seit Frühjahr 2019 im BMW-Netzwerk umgeschaut haben und aus Vietnam stammen. 

Auch Hyundai betroffen

Am vergangenen Wochenende nahm der Automobilkonzern aus München die betroffenen Rechner vom Netz, berichtet der Bayerische Runkfunk. Zuvor hätten IT-Sicherheitsexperten des Konzerns die Eindringlinge über Monate hinweg beobachtet. Auch auf den südkoreanischen Auto-Hersteller Hyundai sollen sie es abgesehen haben.

Es soll den Hackern gelungen sein, ein Werkzeug namens "Cobalt Strike" zu installieren. "Cobalt Strike" wird von Hackern verwendet, um Rechner bequem aus der Ferne auszuspionieren und zu steuern.

Spionage für den Staat?

Die Eindringlinge haben es nach aktueller Wissenslage nicht geschafft, auf Systeme am Unternehmenssitz in München zuzugreifen. Auch keine sensiblen Daten sollen geklaut worden sein.

Vermutet wird, dass OceanLotus für den Staat Vietnam spioniert. Es gebe keine gesicherten Belege, dass die Gruppe im staatlichen Auftrag handelt. Die Automobilindustrie sei seit Ende 2018 Ziel von Cyber-Eindringlingen. Im Juni 2019 habe der vietnamesische Mischkonzern Vingroup ein erstes Autowerk eröffnet. Lizenzgeber der ersten beiden Modelle sei BMW, Siemens vernetzt die Fabrik. 

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