Facebook: Privatsphäre schützen! Account löschen?

Facebook Richtlinien und Einstellungen checken: oberste Pflicht!
Facebook Richtlinien engmaschig checken ist oberste Pflicht!

Facebook ist für viele Menschen Segen und Fluch zugleich. Einmal beim Zuckerberg-Dienst registriert, genießt ein Nutzer in der Regel die bequeme soziale Interaktion mit Freunden und die Newsticker-mäßige Informationsvielfalt zu den eigenen Lieblingsthemen. Nur eine kleine Zahl von Nutzern steigt nach der Erstregistrierung aus und löscht den eigenen Account.  

Facebook ist neugierig und wird sogar verdächtigt, an großangelegten Ausspähaktionen teilzunehmen. Wie kann ich als Nutzer verhindern, dass Facebook mein Surfverhalten zu Werbezwecken analysiert, die Öffentlichkeit oder sämtliche Freunde meine Posts mitlesen oder Dritte Zugang zum eigenen Account erhalten? Vorweg gesagt: Facebook wandelt sich ständig: Ständig bei den Facebook Richtlinien am Ball bleiben, ist oberste Pflicht!

Tipp für maximale Anonymität bei Facebook

Eines ist klar: Je mehr persönliche Infos Nutzer im Facebook Profil angeben, desto geringer der Schutz der Privatsphäre. Ausführliche Privatinformationen (Vor- und Nachname, E-Mail, Telefonnummer, Wohnort) plus regelmäßige Likes zu Vorlieben für Musik, Filmen, Sport usw. ergeben ein einzigartiges Profil ähnlich dem Browser Fingerprint, das ein „gefundenes Fressen“ für Facebook, andere Datenkraken sowie die NSA & Co ist.


Wer maximale Anonymität bei Facebook möchte, sollte bei der Anmeldung nicht den realen Nachnamen verwenden, sondern einen fiktiven Namen. Dazu noch eine eigene Facebook-E-Mail-Adresse ohne Klarnamen verwenden, sämtliche Bekannte und Freunde über den Fake-Nachnamen bei Facebook informieren — schon ist die erste Facebook-Tarnkappe fertig.

Mehr Privatsphäre durch Konfiguration der Facebook Einstellungen

Privatsphäre- Einstellungen
Facebook: Privatsphäre- Einstellungen

Wer seine Privatsphäre bestmöglich schützen und nicht alles von sich preisgeben möchte, sollte sich eingehend mit den Nutzerbedingungen von Facebook auseinandersetzen, die das US-Unternehmen zuletzt Anfang 2015 geändert hatte. „Du hast es in der Hand“ verspricht Facebook auf der Landing Page zu den „Privatsphäre-Grundlagen“ und zudem maximale Unterstützung bei der Bewahrung privater Daten. Die neue Facebook Datenrichtlinie (Stand: 2015) ist hier abrufbar.

Bei tieferem Eintauchen in die „Erklärseiten“ und die Einstellungsmodalitäten wird aber offensichtlich, dass es Facebook seinen Nutzern trotz der Überarbeitung der Geschäftsbedingungen weiterhin nicht leicht macht: Die Konfigurationen sind terminologisch oft unverständlich oder missverständlich formuliert und finden sich oft erst tief versteckt – wir helfen gerne weiter!

Pause einlegen oder sogar Facebook Account löschen?

Facebook ist toll, kann aber auch ziemlich nerven. Wem es als Nutzer zu viel wird, kann auch mal eine Pause einlegen. Mit der Deaktivierung des Kontos über den Pfad Einstellungen > Sicherheit im eigenen Account werden das Profil und sämtliche User-Informationen temporär gesperrt, unsichtbar und sind dann nicht mehr auffindbar. Die eigenen Kontoinformationen (z. B. Freunde, Fotos, Interessen) werden jedoch bei vorübergehender Abstinenz gespeichert und können bei der Reaktivierung des Konto wieder wie gehabt genutzt werden.

Wer sein Facebook Konto dauerhaft und unwiderruflich löschen möchte, sollte folgende Webseite anklicken: https://www.facebook.com/help/delete_account.

Nach einem Klick auf „Mein Konto löschen“ deaktiviert Facebook das Konto zunächst. Gleichzeitig erhalten Anwärter auf das „Facebook-Sabbatical“ 14 Tage Bedenkzeit, um den Abschied vom „Like-Imperium“ nochmals zu überdenken. Tipp: In dieser Zeit nicht einloggen — Facebook versteht diese Aktion als Widerrufserklärung. Wer schließlich diese letzte Frist durchgehalten hat, ist endgültig raus. Einige Informationen und Nachrichten, die an Freunde verschickt wurden, bleiben hingegen auch nach der Kontolöschung erhalten. Es kann bis zu drei Monaten dauern, bis Facebook alle Datenspuren beseitigt hat.

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