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Windows 10-Update macht Webcams unbrauchbar

Windows 10 … Ärger und kein Ende. Viele Nutzer von Windows 10 müssen vorerst auf die Kommunikation via Skype oder anderen Webcam-Funktionen verzichten. Heise online berichtete aktuell, dass das letzte Anniversary Update bestimmte Kompressionen unter den Codes „H.264“ und „MJPEG“ nicht mehr unterstützt. Die Folge: Video-Chat-Anwendungen stoppen oder stürzen ab. Das September Patch von Microsoft soll erste Abhilfe schaffen.

Trojaner-Info berichtete zuletzt über die vielfältigen Sicherheits- und Anwendungsprobleme mit Windows 10. Zuletzt warnten amerikanische Bürgerrechtler explizit vor dem neuen Betriebssystem (mehr). Einer der Kritikpunkte: Der digitale Sprachassistent Cortana sammelt in der Standardeinstellung erhebliche Datenmengen der Nutzer und ist tief im Betriebssystem von Windows 10 verankert. Darüber hinaus wurde zum Beispiel bekannt, dass Windows 10 unaufgefordert Programme löscht (mehr).

Das Anniversary Update vom 2. August führte dazu, dass  Rechner lahm gelegt wurden (mehr). Das Update ist nun auch die Ursache für das aktuell bekannt gewordene Webcam-Problem. Jeder Nutzer, der automatische Updates bei der Home-Version von Windows 10 zulässt, dies ist standardmäßig so voreingestellt, kann von der Webcam-Problematik betroffen sein.

Probleme sollen zweistufig gelöst werden

Heise.de berichtet weiter, dass sich Microsoft des Problems angenommen habe: Ein Mitarbeiter habe bereits öffentlich in zu der Problematik Stellung bezogen. „Mike M.“ kolportiert demnach in einem Forum, dass sein Team an einem Update arbeite, das die auf H.264 und MJPEG basierenden Anwendungen wieder zurücksetzen würde. Im September soll das Patch für MJPEG kommen. Bei der Problematik mit H.264 soll es länger dauern, da der Sachverhalt komplizierter sei. Zunächst sollen auch nur User, die Teilnehmer des Windows-Insider-Programms sind, in den Genuss des Updates kommen.

In dem Bericht bei Heise Online wird noch ein Hinweis aus dem Entwicklerforum wiedergegeben, nach dem bis zum Update eventuell auch eine Registry-Änderung das Problem lösen könne. Um 32-Bit-Anwendungen wieder zum Laufen zu bringen, trage man im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\Windows Media Foundation\Platform einen neuen DWORD-Wert EnableFrameServerMode ein und weise ihm den Wert 0 zu. Für 64-Bit gilt demnach der gleiche Registry-Pfad ohne WOW6432Node.

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