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Blick in vorn mit Sorge: Wandel an der Malware-Front

Einen "Wendepunkt in der Geschichte der Internet-Bedrohungen" nennt Panda Software das abgelaufene Jahr. Obwohl Massen-Epidemien wie seinerzeit der Loveletter-Virus in diesem Jahr ausblieben, nehmen schadhafte Codes an Gefährlichkeit zu.


Waren in der Vergangenheit noch das Streben nach „Ruhm“ und die Darstellung des persönlichen Know-How´s treibende Kräfte für die Verbreitung von schadhaften Codes, ist heute fast ausschließlich der finanzielle Gewinn der entscheidende Faktor, wie die Experten von Panda Software urteilen.

Neben Phishing- und Pharming-Attacken zählen dazu die mit der gleichen Zielrichtung verbreiteten Backdoor- und Keylogger-Trojaner, die Tastaturanschläge protokollieren und einem Angreifer die komplette Kontrolle über den befallenen PC ermöglichen. Auch mit Bot-Trojanern, die aus fremden PCs Spam- oder Surf-Zombies machen, verfolgen die Programmierer finanzielle Interessen: Bot-Netze dienen nicht nur der massenhaften Verbreitung unerwünschter Werbung, sondern werden zunehmend auch zur "digitalen Schutzgelderpressung" verwendet: Zahlt der Betreiber eines Online-Dienstes nicht, legt ein Bot-Netz seinen Server per DDOS-Attacke lahm.

Panda Software empfiehlt daher dringend, beim Virenschutz nicht nur auf das Aufspüren bekannter Schädlinge zu setzen, sondern zusätzlich einen Virenschutz zu verwenden, der Schädlinge anhand ihres Verhaltens identifiziert.

[dbo] 29.12.2005