Einen außergewöhnlichen Rekord konnte MessageLabs im Januar registrieren: Erstmals übertraf die Zahl der E-Mails, mit denen die Empfänger auf betrügerische Phishing-Sites gelockt werden sollten, jene, die Malware in Form von Trojanern und Würmern enthielten.
Sah es in den ersten Tagen des neuen Jahres noch aus, als würden die unerwünschten E-Mails insgesamt zurück gehen, ist inzwischen eine deutliche Zunahme an Spam aller Art zu verzeichnen.
Den wachsenden Anteil an Phishing-Versuchen führen Experten auf zwei Faktoren zurück: Zum ersten werden Viren und Trojaner heute immer seltener breit gestreut, sondern eher gezielt eingesetzt. Zum zweiten ist der als Phishing bezeichnete Datendiebstahl finanziell hoch lukrativ. Da die Software-Industrie und vor allem die betroffenen Banken nur langsam auf diese Bedrohung reagieren, ist es den Phishern bislang mühelos möglich gewesen, mit der technischen Entwicklung der Sicherheitssysteme Schritt zu halten.
[dbo] 01.02.2007