Phishing ist offenbar nicht die gefürchtete Umsatzbremse für den Online-Handel. Zu diesem Schluss kommt die Novomind AG in ihrem Report "Sicherheit beim Online-Kauf". Nur jeder zehnte Befragte schränkt sein Internet-Kaufverhalten bei erhöhtem Aufkommen von Phishing-Attacken ein.
Nach wie vor sind Bank-Zugangsdaten die Lieblingsbeute von Phishern. Doch immer öfter trifft es auch die großen Online-Shopping-Plattformen wie Ebay oder Amazon.
Experten sehen in den derzeitigen Phishing-Attacken eine neue Qualität des Online-Betrugs: Die gefälschten Seiten werden den Originalen immer ähnlicher, die Gründe, seine Zugangsdaten dort anzugeben, immer plausibler.
Selbst das kurzfristige Ausbleiben der Interneteinkäufer hat auf einige Online-Shops Auswirkungen: Besonders den kleineren
Internethändlern mit einem Umsatz unter einer Million Euro macht dieses Verhalten der Online-Shopper zu schaffen. Knapp 27 Prozent von ihnen befürchten, dass ihre Kunden bei verstärktem
Phishing-Mail-Verkehr für ein paar Wochen weniger einkaufen. Im
Gegensatz zu ihren absatzstarken Marktkonkurrenten, die einen kurzfristigen Rückgang der Konsumenten abfedern können, gefährden solche Einbußen kleinere Online-Shops erheblich.
[dbo] 07.08.2007