Datensicherung: Nie wieder Daten verlieren mit der richtigen Backup Strategie

Alle Daten verloren? Mit regelmäßigen Backups können Nervenzusammenbrüche verhindert werden
Alle Daten verloren? Mit regelmäßigen Backups können Nervenzusammenbrüche verhindert werden


Der Alptraum jedes Anwenders: Das Laptop wird gestohlen oder der Rechner "verabschiedet" sich unerwartet wegen eines Hardware- oder Softwarefehlers und fährt nicht mehr hoch. Der Blutdruck steigt: Was ist mit meinen Daten? Wer seine Dateien stets auf der lokalen Festplatte oder sogar auf dem Desktop ablegt, ist dann möglichwerweise verzweifelt.

Betriebssysteme und Programme können in der Regel neu installiert werden. Selbsterstellte Dateien und Datensätze sind jedoch bei einem Crash oder bei Diebstahl definitiv verloren, wenn sie vorher nicht zusätzlich durch Backups gesichert wurden. Mit der richtigen Backup Strategie können Daten systematisch vor Verlust gesichert werden.

Klar: Daten können evtl. wiederhergestellt werden, aber soweit muss es gar nicht kommen.

Backup-Strategie Teil 1: W-Fragen klären - Definition der Leitplanken zur Datensicherung

Um eine in sich geschlossene und nachhaltige Strategie für die systematische Datensicherung festzulegen, bedarf es verschiedener Vorüberlegungen:

  • Wer soll für die Backups verantwortlich sein? Der Nutzer selbst (manuell) oder möglicherweise ein automatisierter, kostenpflichtiger Service?

  • Wie sollen die Daten gesichert werden? Hier geht es um die Speichermethoden — grundsätzlich können sechs verschiedene Methoden unterschieden werden.

  • Wie wird sich das Wachstum der Daten entwickeln? Prüfen Sie Ihre aktuelle Datenmenge und kalkulieren Sie das zu erwartende Wachstum der Daten sowie den entsprechenden Bedarf an Speicherkapazität. Tipp: Gehen Sie in einer Welt, die immer digitaler wird, von einem stärkeren Wachstum aus. Kalkulieren Sie ein, dass der gewählte Speicher für die nächsten zwei bis drei Jahre reichen sollte.

  • Was soll gesichert werden? Das komplette System an Daten oder nur einzelne Dateien und Ordner? Jeder der vor hat Backups zu erstellen, sollte seinen Datenschatz zunächst priorisieren (siehe unten).

  • Wann sollen die Daten gespeichert und das Backup selbst überprüft werden? Rhythmus: stündlich, täglich oder nur wöchentlich/monatlich?

  • Wo sollen die Backups aufbewahrt werden? Auf einer externen Festplatte oder evtl. virtuell in der Cloud?

Die Relevanz der Backup Strategie hängt natürlich auch davon ab, ob Sie ein Privatanwender oder Firmeninhaber sind. Der Verlust der letzten Urlaubsfotos oder Lieblingsmusik kann schmerzen, der unwiderbringliche Verlust von Firmendaten kann hingegen sogar die Existenz von Betrieben gefährden. Lesen Sie mehr zur Backup-Strategie von Unternehmen.

Welche Art von Dateien kommen für das Backup in Frage?

  • Selbsterstellte Daten, die wiederverwendet werden sollen: Text-Files, Excel-Tabellen, Bilder, E-Mails, Internet-Favoriten, Datenbanken, Steuer-Daten — alles Datensätze, die möglichst in wenigen übergeordneten Ordnern systematisch abgespeichert sind.
  • Tools oder auch Treiber: Keine Vollprogramme, sondern Mini-Programme, die meistens aus dem Web heruntergeladen oder von alten CD-ROMs abgespeichert wurden. Beispiele: Browser-Add-ons, URL-Favoritenlisten oder andere Hilfsprogramme.

Backup-Strategie Teil 2: Klassifizieren der vorhandenen Daten

Legen Sie entsprechend der Wichtigkeit der Daten verschiedene Teilbereiche (Partitionen) mit Ordnern auf Ihrem Rechner an. Die Partitionen beeinflussen die Backup Strategie:

  • Kategorie 1: Sehr wichtige Dateien und Dokumente. Es kann vorkommen, dass Dokumente, die häufig überschrieben werden, einen Defekt erleiden. Wenn diese Datensätze defekt sind, nutzt das beste Backup Duplikat nichts. Daher sollte jedes einzelne Update in einem bestimmten Rhythmus abgespeichert werden — zum Beispiel sämtliche Updates der letzten vier Wochen.

  • Kategorie 2: Wichtige Dateien und Dokumente. In diese Kategorie fallen Files, deren Verlust verschmerzt werden kann. Das betrifft eher statische Daten wie MP3-Musik, Videos und Bilder, die in der Regel nur einmal erstellt werden. Hier reichen evtl. einfache Backup Dubletten.

  • Kategorie 3: Unbedeutende Dateien und Dokumente. Die fünfhundertste temporäre Version einer unbedeutenden Datei zu speichern, erscheint wenig sinnvoll. Die Speicherreserven können für Dateien der anderen Kategorien geschont werden.

Skurrile Ursachen für den Datenverlust

Meinungsverschiedenheiten, Hundefutter, Puzzlespiel... Es gibt Begründungen für den Verlust von Daten, auf die man nicht so leicht kommt. Der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack hat solche Begründungen aufgelistet — lesen Sie weiter.

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